Meisterausbildung

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Max1905
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Meisterausbildung

Beitrag von Max1905 » 12. Februar 2019 10:01

Hallo Community!

Ich hatte mein Leben lang immer Probleme mit Lernen, Konzentration etc. . Ich hatte nie gute Noten immer im 3er 4er oder 5er Bereich. Trotzdem habe ich es geschafft mein Fachabitur zu bekommen und eine Ausbildung abzuschließen. Ich hatte auch mal ein Studium begonnen, dieses aber abgebrochen, da es nichts für mich war.

Momentan mache ich einen Meisterkurs und bin jetzt wirklich an meine Grenzen gestoßen. Es ist einfach zu viel Stoff in zu wenig Zeit für mich . Ich wusste schon immer das da irgendetwas war, denn ich bin nicht auf den Kopf gefallen. Trotzdem konnte ich nie gute Leistungen erreichen. Durch Zufall stieß ich auf ADS und beschloss mich darauf testen zu lassen. Vor gut einer halben Woche erhielt ich dann die Diagnose, dass ich wirklich ADS habe. Die Therapeutin riet mir Ritalin zu verschreiben. Habt Ihr als Erwachsene damit Erfahrungen gemacht ? Wie ist es ? Stimmt es, dass einem ein Vorhang genommen wird?

Danke im Vorraus!
Falschparker
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Re: Meisterausbildung

Beitrag von Falschparker » 12. Februar 2019 17:23

Max1905 hat geschrieben:
12. Februar 2019 10:01
Habt Ihr als Erwachsene damit Erfahrungen gemacht ? Wie ist es ? Stimmt es, dass einem ein Vorhang genommen wird?
Herzlich willkommen, Max! :knuddel:

Ich schlage vor, da du in deinem anderen Thread schon Antworten bekommen hast und deine Frage dort praktisch dieselbe ist, dich auf diesen zu beschränken. Zwei parallele Threads sind nämlich unübersichtlich, weil die Antwortenden nicht sehen, was in dem jeweils anderen schon steht.
Stefan SRO
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Re: Meisterausbildung

Beitrag von Stefan SRO » 14. Februar 2019 07:04

Wie in Deiner Vorstellung geschrieben, empfehle ich Dir eine SHG. Um "das Lernen zu lernen" braucht man die Selbstbeobachtung der Schwachstellen und den Dialog mit anderen Betroffenen. Vlt. auch die klare Forderung an die Ärztin, Therapieren zu finden, die der Problematik gerecht werden.
. Es gibt in Deiner Umgebung, hunderte mit dem selben Problem wie Du. Doch wenn jeder für sich kämpft wird das nix.

Ich kann Dir beispielsweise die Achtsamkeits-App (Playstor blaues Ikone) empfehlen. Wenn sich das Hirn im Kreis dreht, lege ich mich mit einer Übung von 5 bis 30 Min hin und finde etwas Ruhe. Auch habe ich Ergotherapie, die mir das herunter Fahren ermöglichen soll.

Sind die tausend unnützen parallelen Gedanken gebremst, kann man sich viel besser auf die eigentliche Aufgabe stürzen.
Das zu lernen dauert... aber in meinem Fall reichen Medikamente nicht aus.

Übrigens ist mein ebenfalls (etwas leichter) betroffener Vater damals an seiner Meisterausbildung fast zerbrochen. Am Ende war er erfolgreich und bei Projekten mit großer Tragweite sehr gefragt, da er -wie ich- die Gabe hat, Projekte die wie ein Wimmelbild erscheinen am Stück zu betrachten. Problematische Schaltzustände, fehlende Bypässe an neuralgischen Stellen oder Unterdimensionierungen können so zuverlässig ausgeschlossen werden.
Soll er jedoch handschriftlich einen längeren Text schreiben, ist alles zu spät.

ADH)S-ler haben eben auch viele Gaben, die man nutzen kann.
"Mein Hirn kann nicht still sitzen..."
-
Was heute noch logisch und klar erscheint, ist morgen schon undurchsichtig rätselhaft.
-
-Mal Einstein und mal taube Nuß.-
-Was man nicht all´s ertragen muß.-
Max1905
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Re: Meisterausbildung

Beitrag von Max1905 » 14. Februar 2019 12:23

Stefan SRO hat geschrieben:
14. Februar 2019 07:04
Wie in Deiner Vorstellung geschrieben, empfehle ich Dir eine SHG. Um "das Lernen zu lernen" braucht man die Selbstbeobachtung der Schwachstellen und den Dialog mit anderen Betroffenen. Vlt. auch die klare Forderung an die Ärztin, Therapieren zu finden, die der Problematik gerecht werden.
. Es gibt in Deiner Umgebung, hunderte mit dem selben Problem wie Du. Doch wenn jeder für sich kämpft wird das nix.

Ich kann Dir beispielsweise die Achtsamkeits-App (Playstor blaues Ikone) empfehlen. Wenn sich das Hirn im Kreis dreht, lege ich mich mit einer Übung von 5 bis 30 Min hin und finde etwas Ruhe. Auch habe ich Ergotherapie, die mir das herunter Fahren ermöglichen soll.

Sind die tausend unnützen parallelen Gedanken gebremst, kann man sich viel besser auf die eigentliche Aufgabe stürzen.
Das zu lernen dauert... aber in meinem Fall reichen Medikamente nicht aus.

Übrigens ist mein ebenfalls (etwas leichter) betroffener Vater damals an seiner Meisterausbildung fast zerbrochen. Am Ende war er erfolgreich und bei Projekten mit großer Tragweite sehr gefragt, da er -wie ich- die Gabe hat, Projekte die wie ein Wimmelbild erscheinen am Stück zu betrachten. Problematische Schaltzustände, fehlende Bypässe an neuralgischen Stellen oder Unterdimensionierungen können so zuverlässig ausgeschlossen werden.
Soll er jedoch handschriftlich einen längeren Text schreiben, ist alles zu spät.

ADH)S-ler haben eben auch viele Gaben, die man nutzen kann.
Danke für die Tipps. Ja....für mich rennt momentan die Zeit, da ich im Juni schon meine Abschlussprüfungen habe.
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