Cannabis bei ADHS

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lenny9992
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon lenny9992 » 26. Dezember 2013 01:32

Ja ich denke auch das man Cannabis nicht nur als Rauschmittel reduzieren sollte. Ich sehe sie mehr als Allzweck Pflanze weil man daraus vieles herstellen kann wie Papier, Klamotten und sogar Plastik. Ich meine auch mal irgendwo gelesen zu haben das die Produktion von Hanfpapier viel umweltfreundlicher ist als die Bäume zufällen.

Cannabis hat als Droge auch Nachteile. Aber weil sie illegal ist und auch nicht so stark einen gewissen Reiz auf die Menschen auswirkt. Ich bin immer noch der Meinung das Alkohol viel schlimmer ist besonders weil man die Nebenwirkungen so stark mitkriegt aber Alkohol generell schon ein fester Teil unserer Kultur ist. Und ich denke mal das Alkohol auch illegal wäre wenn es nicht in unserer Kultur so verwachsen wäre. Ich denke mal das wir alle Drogen mehr erforschen sollten um mehr Medikamente herzustellen. Dennoch will ich jetzt Drogen nicht nur beschönigen um diesen Rauscheffekt auszulösen muss das Gehirn ja irgendwie negativ beinflusst werden. Das ist ja nicht der normale Effekt den unser Gehirn dabei erlebt.

Viele Grüße
Lenny
Spexx
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 21. Dezember 2014 19:59

[quote="Angie"]
Da durch langjähriges Cannabiseinnahme die Glückhormone zerstört werden, diese Menschen die das langjährig konsumieren, können kein Glück mehr empfinden.
[/quote]

Liebe Angie,

da muss ich Dir aus wiedersprechen. Langjährige Konsumenten können SEHR WOHL Glück empfinden.
Ich musste, nach 3 Jahren exzessiven Konsums, zwar erst wieder lernen was Glück für mich bedeutet, aber ich kann sehr wohl Glück empfinden.
Mich machen viele Dinge glücklich, die andere Menschen in ihrem "Hamsterrad" gar nicht mehr wahrnehmen.

So viel dazu ;)
Spexx
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 21. Dezember 2014 20:07

[quote="lenny9992"]
Das ist ja nicht der normale Effekt den unser Gehirn dabei erlebt.
[/quote]

Mmh...bei "Normalos" mag das vielleicht stimmen. Die haben nicht solche "Gedankenkarussels" im Kopf wie ich als ADSler.
Ja, ich sehe die Welt aus anderen Augen wenn ich etwas geraucht habe. Diesen Zustand empfinde ich aber als sehr angenehm (sonst hätte ich wohl auch nie konsumiert ;)).
Ich war immer sehr fokussiert, konzentriert und vor allem höchst strukturiert wenn ich geraucht habe.

Auch hatte ich immer sehr viel mehr Antrieb...die "Anderen" können das, das ist bei denen "normal" >> deswegen erlebt mein Gehirn auf eine besondere Art und Weise einen "Normalzustand" (den ich persönlich um einiges angenehmer empfinde als den auf MPH).

Selbstverständlich ist es eine Droge und wie jede andere auch, es muss behutsam und in Maßen damit umgegangen werden (oder auch nicht).
Für mich ist MPH auch eine Droge...

Liebe Grüße
Spexx
Zuletzt geändert von Spexx am 21. Dezember 2014 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Angie
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 21. Dezember 2014 23:40

[quote="Spexx"]
[quote="Angie"]
Da durch langjähriges Cannabiseinnahme die Glückhormone zerstört werden, diese Menschen die das langjährig konsumieren, können kein Glück mehr empfinden.
[/quote]

Liebe Angie,

da muss ich Dir aus wiedersprechen. Langjährige Konsumenten können SEHR WOHL Glück empfinden.
Ich musste, nach 3 Jahren exzessiven Konsums, zwar erst wieder lernen was Glück für mich bedeutet, aber ich kann sehr wohl Glück empfinden.
Mich machen viele Dinge glücklich, die andere Menschen in ihrem "Hamsterrad" gar nicht mehr wahrnehmen.

So viel dazu ;)
[/quote]

Nach langjähriger Einnahme ist das so. 3 Jahre ist noch nicht lang genug, ich habe das übrigens damals 5 Jahre genommen, würde es nie wieder nehmen.
Nachdem ich auch noch was über Cannabis- Psychose gelesen habe, seitdem kommt mir sowas nicht mehr in den Sinn.

http://hanfverband.de/inhalte/cannabis- ... nd-risiken

Und MPH ist für mich keine "Droge" kein abhängig machendes BTM.    "Droge" ist nämlich alle Medikamente, plus das Vitamin Plus Zink, was in der "Drogerie" erhältlich ist.

Ich habe deshalb das Gefühl, weil ich bei MPH kein Verlangen verspüre. Ich kann es wochenlang nicht nehmen......... im Gegensatz zu meine Zigarettensucht, weiß ich was Sucht ist. Für die Fluppen zieh ich mich sogar Sonntags an und fahre zur Tanke..... und bezahl mit EC-Karte..... ja das ist Sucht.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 13:45

Liebe Angie,

ich habe insgesamt 9 Jahre mehr oder weniger regelmäßig Cannabis konsumiert, die 3 Jahre dazwischen waren exzessiv und von täglichem, sehr hohem (ca. 5g) Cannabiskonsum geprägt.

Was ich mit meiner Antwort nur klar machen wollte ist, dass es gefährlich ist, Dinge zu pauschalisieren.

Bzgl. der Sucht:
Zuerst sollte vielleicht grundsätzlich ein gleiches Verständnis der Worte "Droge" und "Sucht" geschaffen werden.
Ist denn eine Droge erst dann eine Droge, wenn diese Sucht auslöst? Wenn dem so ist, dann ist Cannabis bei meinem Bekannter, der seit 20 Jahren Cannabis konsumiert und bei wochenlanger Pause keinerlei Probleme hat also keine Droge?

Ich kann nur davon sprechen, was MPH mit mir macht.
Und vor allem das unretardierte hat bei mir sehr wohl den "Suchtschalter" im Kopf wieder umgelegt und das schon bei niedriger Dosierung. Das retardierte das ich jetzt nehme ist etwas besser. Wohl auch, weil ich viel gelernt und mich besser unter Kontrolle habe. Ich muss nur die doppelte Dosis nehmen, dann zieht mich der Strudel wieder abwärts...

Auch habe ich "Entzugserscheinungen" von MPH, die hatte ich das komplette Wochenende (letzte Einnahme Freitag Mittag).

Also ja, für mich ist MPH auch eine Droge und zwar eine Ernst zu nehmende. Was bei mir "erschwerend" hinzu kommt ist, dass ich eine gewisse "Suchtanfälligkeit" in mir trage und schon mehrere Suchtproblematiken hinter mir habe.

Viele Grüße Spexx
Zuletzt geändert von Spexx am 22. Dezember 2014 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 14:18

Also ja, für mich ist MPH auch eine Droge und zwar eine Ernst zu nehmende.

Meinetwegen kannst  du MPH als Droge missbrauchen, die Risiken musst du halt dann tragen. Interessiert hier aber nicht weiter.

In therapeutischer Dosierung ist es ein Medikament. Punktum.

(Braucht man sich nicht zu wundern, dass von Kinderkoks gesprochen wird, wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 14:25

In therapeutischer Dosierung gebe ich Dir recht!
Nur wer überwacht denn, dass ein Ex-Süchtiger die Dosierung auch nimmt?
Ich bin immer noch der Meinung, dass Menschen mit meiner Vergangenheit dieses Medikament nicht verschrieben werden sollte, weil es sehr schnell "missbraucht" werden kann...

Und ich finde es in keinster Weise "Blödsinn" darauf hinzuweisen, dass MPH bei mir als Mensch mit Suchtvergangenheit, sehr wohl mit "Vorsicht" zu genießen ist.
Bisher hat mir jeder meiner verschreibenden Ärzte gesagt, dass es keine "Suchtentwicklung" gibt. Leider kann ich das nicht bestätigen und die Dosis ist sehr schnell von 10mg auf 20mg erhöht.
Zuletzt geändert von Spexx am 22. Dezember 2014 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
Weil
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 14:32

Dann nimm es halt nicht, bist doch erwachsen.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 14:43

wenn das so einfach wäre...

Ich "wurstel" mich jetzt seit 3 Jahren so durch, weil ich aufgrund meiner Vergangenheit nie Medikamente nehmen wollte nur bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem - zumindest das was ich momentan tue -- nicht mehr ohne geht.

Das MPH erfüllt momentan so eine Art "Überbrückungsfunktion", bis ich einen anderen Job gefunden habe.
Da ich mittlerweile schon groß bin, weiß ich damit umzugehen und habe mich unter Kontrolle.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 15:53

[quote="Weil"]
(...wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
[/quote]

Ich bin Betroffene und das schon seit Jahren.
Aus diesem Grund bin ich ja damals auch in die Cannabis-Sucht gerutscht, nur war mir damals noch nicht bewusst, dass ich ADS habe.

Liebe Grüße
Spexx
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Brummilator » 22. Dezember 2014 19:24

Mein Arzt weiß genau wieviel MPH ich noch habe.
Sollte ich mehr nehmen, sitz ich eben eine Weile ohne da- eine Dosisveränderung muß mit ihm abgesprochen werden.

Bei den anderen Sachen- woher weißt Du welche Qualität- wieviel wirkstoff, obs rein ist oder verschnitten oder sonstiger Scheiß dranhängt.

ne danke
Weil
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 20:40

[quote="Spexx"]
[quote="Weil"]
(...wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
[/quote]

Ich bin Betroffene und das schon seit Jahren.
[/quote]
Ich meinte AD(H)S-Betroffene, nicht Sucht-Betroffene.
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Angie
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 22. Dezember 2014 20:58

Davon ab, dass vom letzten Cannabisgebrauch bis zur MPH-Medikation bei mir 12 Jahre verging................. aber bei so eine Einstellung zu "Drogen" ........muss ich nur noch....... Döp Döp Döp - Kopfkirmes hören.

Und ich schreib bestimmt nicht in einen öffentlichen Board wieviel ich von den Zeugs genommen habe.  :icon_rolleyes:
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 21:08

Ich hab kein Problem damit zu meiner Vergangenheit zu stehen...ist eh schon verjährt.
Ich hab in der Zeit viel vergeigt, aber auch viel über mich selbst gelernt.
Ich habe meine Einstellung dazu und diese muss nicht zwingend jeder Erdenbürger teilen nur respektieren wäre schön!
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 23:59

Es geht hier nicht um deine Vergangenheit, die ist, wie sie ist und wie der Name schon sagt, sie ist vergangen. Dafür kritisiert dich hier niemand.
Suchtgefahr steht bei AD(H)S im Raum, das wissen alle, die sich damit beschäftigen. Nicht wenige AD(H)Sler haben Suchterfahrung.
Es geht hier weder um strafrechtliche, noch um moralische Bewertungen.

Offenbar hast du dich, geistig und körperlich, nicht so von deiner Suchtvergangenheit gelöst, wie ich es dir wünschen würde, sonst würdest du die MPH-Medikation nicht so unbedacht mit Drogenmissbrauch gleichsetzen. Es mag für dich aus deinen Erfahrungen möglicherweise keine andere Empfindung oder Sichtweise geben, als Folge der Sucht. Deine Erwartungen scheinen die gefühlte Wirkung zu beeinflussen und Wirkungen und Nebenwirkungen betrachtest du nicht hinsichtlich des Medikaments, sondern deiner Drogenerfahrung.

Deswegen würde ich dir raten, mit nichtmedikamentöser Therapie anzufangen, die dir langfristig wohl mehr helfen wird.
Drogen werden weder in missbräuchlicher, noch in therapeutischer Dosis etwas ändern, auch nicht ein Jobwechsel, wenn du nicht an deinen Problemen arbeitest.
Dazu gehört auch, Einstellungen und Überzeugungen, die du in deiner Drogenzeit erlangt hast, in Frage zu stellen.
Zuletzt geändert von Weil am 23. Dezember 2014 00:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 23. Dezember 2014 15:07

@Weil  :top:
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 2. Januar 2015 12:24

Du wirst es wissen... :zwink:
Zuletzt geändert von Spexx am 2. Januar 2015 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
Fathril
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Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Fathril » 21. Februar 2015 17:21

Hi Leute

Also ich hab mir das mal durchgelesen und muss da einigen Recht geben und anderen nicht!(bitte nicht angegriffen fühlen etc  :zwink:

Aus persönlicher Sicht finde ich Cannabis hat mir sehr gut geholfen da ich durch mein Studium sehr viel hatte und mir vom Stratera so schlecht wurde das ich den ganzen tag nichts mehr machen konnte hab ich mit Cannabis angefangen und auch darauf zu achten wie es bei mir wirkt!

Also hab ich mich zuerst mal schlau gemacht was macht Cannabis etc etc
Seit September letzten Jahres hab ich das gemacht! Nachdem ich täglich bis 4/5 uhr morgens nicht schlafen konnte hab ich mir gras besorgt das dich relaxen lasst nach ein paar Tagen konnte ich wieder normal schlafen gehen und wurde so auch um einiges Produktiver :D

Das man auf die schiefe Bahn kommt ist meiner Meinung nach kompletter Blödsinn(sorry) Ich kenne sooooooo viele Leute die Gras rauchen und nebenbei Arbeiten und Studium unter dem Hut bringen.

Auch gibt es immer mehr Studien die belegen das Cannabis gut für menschen mit ADHS MS Chronische Krankheiten Migräne ist!
Leider gibt es derzeit hauptsächlich Englische Studien aber sind super zum lesen!

Und das Cannabis eine einstigsdroge ist ist MEINER Meinung auch schwachsin denn wenn man sich etwas in das Thema hineinliest sieht man das Cannabis ein geringer abhängig macht als TABAK/ALCOHOlL auch der physische Schade ist um einiges geringer.

Deswegen bin ich auch der Meinung das Gras ab 18 legal sein sollte es kann ja selber jeder Entscheiden ob er Gras haben will oder nicht!
:breitgrinse1: :breitgrinse1: :breitgrinse1:

Cheers Marco
Guanosin
Andersweltler
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Registriert: 24. Mai 2018 20:10

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Guanosin » 26. Mai 2018 12:45

Hallo Marco und vielen Dank für deinen Beitrag, offenbar gibt es doch noch Leute die nicht auf die Märchen der Lügenpresse reingefallen sind, daher Thumbs Up!

Cannabis ist sehr wirksam bei ADHS und ich kenne viele die das seit eh und je dagegen nutzen. Seit Letzten Jahres gibt es Cannabis auf Rezept bei ADHS.

Ich darf mich einen der glücklichen nennen und es ist das schönste Geschenk meines Lebens gewesen endlich legal meine Medizin konsumieren zu dürfen ohne Angst vor Repressalien haben zu müssen.

Ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung schon aufgegeben das das in diesem Land noch möglich wird aber ich wurde eines besseren belehrt.

Ich kann jedem nur raten Cannabis gegen sein ADHS auszuprobieren, und zwar nicht nur ne Woche sondern mal 2-3 Monate jeden Tag anstatt Medis zu schlucken.

Klar anfangs ist man etwas träge bis man die Toleranz aufgebaut hat aber dann (finde ich) wirkst es perfekt.

Heutzutage gibt es verschiedene Vaporizer für zuhause oder unterwegs. Ich trinke keinen Kaffe und rauche kaum Zigaretten dank Cannabis. Der Pharmalobby kann man mit dem Kraut als ADHSler getrost den Rücken kehren. Und wer will das nicht? Na die Pharmalobby ;)
ULBRE
Spezial User
Beiträge: 295
Registriert: 8. Februar 2018 22:08

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon ULBRE » 26. Mai 2018 16:32

Hallo Guanosin,

ich kenne ebenfalls AD(H)S-Betroffene, die Cannabis auf Rezept bekommen. Es sind nur einzelne, bei denen weder MPH noch AMP noch Atomoxetin was bringt und nur Cannabis hilft.

Mal ganz grundsätzlich zum Unterschied Droge und Medikament:
Bei AD(H)S geht es um den Dopaminhaushalt. (Es gibt auch Drogen, die auf andeere Neurotransmitter oder Hormone abzielen, die meine ich also hier nicht).

Drogenwirkung:
Ein sehr schneller und sehr hoher Anstieg von Dopamin (der die Mehrzahl der Dopamintransporter belegt) und ein sehr schneller Abstieg des Dopaminspiegels ist das, was die Rauschwirkung ausmacht.
Ein sehr schneller und hoher Dopaminanstieg wird meist durch Ausschüttung von Dopamin aus den Vesikeln bewirkt.Die sind dann halt leer. Das heisst, es dauert ein Weilchen bis wieder Dopamin ausgeschüttet werden kann.
Ein häufigerer sehr hoher Dopaminspiegel bewirkt zugleich eine Anpassungsreaktipon der (Dopamin)Rezeptoren - die verringern sich bzw. werden unempfindlicher (Downregulation).
Um ds umzukehren braucht es einige Wochen eines natürlichen Dopaminspiegels - das ist dann der Entzug (von Alkohol, Koks, Cannabis, Amphataminddrogen etc.)

Medikamentenwirkung:
Langsamer Anstieg des Dopaminspiegel, moiderates Dopaminniveau, möglichst lang anhaltend gleichmössiger Dopaminspiegel, langsamer Spiegelabfall. Dann wird einfach nur das Dopamindefizit ausgeglichen ohne Rauschwirkung.
MPH-Medikamente machen das (Retards länger als unretardierte, wobei die Spiegeldauer unterschidlich ist, weshalb manche mit dem einen Präparat besser zurecht kommen und mit dem anderen schlechter), Elvanse (lysingebundenes Dexamphetamin) macht das über 12 - 13 Stunden so wie Concerta, die meisten MPH-retards haben 5- Stunden, unretardiertes 2,5 bis 3,5 Stunden.

Der Unterschied zwischen Droge und Medikament ist also die Dosis bzw. die Geschwindigkeit der Wirkstoffreisetzung.

Methylphenidat setzt in sehr hoher Dosierung (jenseits der Medikamentendosis) auch Dopamin aus den Vesikeln frei. In normaler Medikamentendosierung hemmt es dagegen nur die Wiederaufnahme von Dopamin durch die Dopamintransporter und verlängert damit den Aufenthalt des Dopamins im synaptischen Spalt - die Wirkung des natürlich vorhandenen Dopamins wird verlängert.

Über die dopaminergen Wirkmechanismen von Cannabis habe ich bislang noch nicht viel erhellendes gefunden. Bekannt ist, dass es unterschiedliche Cannabinoide gibt - die einen regen eher an, die anderen sind eher hallozinugen und andere machen eher ruhig. Dazu kommt bei hochsensiblen Menschen oder AD(H)S-Betroffenen (die ja alle enen HS-Kern haben) zuweilen eine paradoxe Wirkung.

Nikotin erhöht Dopamin über den Umweg Acetylcholin. Rauchen macht das wie eine Droge: sehr schnell sehr hoch, scehr schnell wieder runter. Ergenis: Sucht. Die dopaminerge Wikung erklärt, warum AD(H)S-betroffene doppelt so häufig rauchen wie Nichtbetroffene.
Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Nikotinpflaster (langsamer Wirkstoffabgabe, eher gleichmössig) bei AD(H)S helfen können.
[url]https://www.adxs.org/medikamente-bei-adhs-nikotin/
[/url]

Cannabis könnte also als Medikament helfen - aber zeige mir mal jemanden, der das nur in so kleinen Dosen nimmt, dass er keinerlei Rauschwirkung spürt. Kennst Du wen ? Ich nicht.
Ud wer kann sicherstellen das er genau die Cannaboidzusammensetzung erhält, die bei ihm richtig ist ? bai nicht emdizinisch kontriolliertem Anbau ist das mE ausgeschlossen.
Und selbst bei den AD(H)S-Betroffenen, die das als Medikament evrschieben bekomen, habe ich subjektiv den Eindruck, dass auch sie eine Rauschwirkung haben, auch wenn sie das nicht so offen zugeben.

Viele Grüsse

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein

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