Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

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Sleeeperli
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Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Sleeeperli » 16. Juli 2018 16:36

Hallo Zusammen

Vorab schon mal vielen Dank für eure Hilfe.

Ich bin 32 Jahre alt und nehme seit nun 6 Jahren Concerta 54 mg. Das erste Jahr musste zuerst die richtige Einstellung gefunden werden. Ich nehme die jeweils Morgens nach dem aufstehen.

Nun habe ich seit etwa 4 Wochen probleme mit schlafen. Bin zappelig und innerlich so angespannt das ich keine Ruhe finde. Und meine Gedanken sind total durcheinander. Am Samstag wars dann eine Katastrophe. Habe sie am Sonntag nicht mehr genommen und es ging viel besser, musste ja auch nicht arbeiten. Heute habe ich Sie wieder nicht genommen war beziehungsweise ist sehr anstrengend, war auch arbeiten und hatte mühe mich zu konzentrieren. Fühlt sich aber viel angenehmer an als am Samstag.

Nun meine Frage: Kann es sein das die Dosis nun auf einmal zu hoch ist?
Habe mir heute nun 36 mg beim Arzt geholt, hoffe sehr das es Morgen wieder besser ist. Was denkt ihr?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Grüsse Sleeeperli
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Phantomsoul
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Phantomsoul » 17. Juli 2018 00:44

Grüße!

Ich kann dir zwar nicht helfen, würde mich aber über deine Erfahrung freuen. Es könnte zukünftigen Lesern eine Frage beantworten :)
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Ein Gentleman ist ein Mann, der seiner Frau die Hoteltür öffnet, damit sie das Gepäck in die Halle tragen kann. - Peter Ustinov

"Schöner Tag Heute, oder?" Ja. Schöner Tag. Ich kann es sehen. Da ist ein Fenster. - Ich :lol: :lol:
ErichW
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von ErichW » 17. Juli 2018 23:44

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass eine langjährig bewährte Medikation auf einmal nicht mehr passt. Woran das liegt, kann oft nur spekuliert werden. Man muss dann pragmatisch vorgehen und wieder eine sinnvolle Dosis finden.

Es gibt die Möglichkeit, dass das dopaminerge Transportersystem, das für den Verfügbarkeitsmangel beim Dopamin im Raum zwischen den Zellen verantwortlich ist, mit zunehmendem Alter an Eifer nachlässt und damit wieder mehr Dopamin zur Verfügung steht, was dann wiederum bedeutet, dass weniger MPH nötig ist, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Ältere Menschen benötigen daher oft niedrigere Dosierungen.
Falschparker
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Falschparker » 18. Juli 2018 11:08

Sleeeperli hat geschrieben:Nun habe ich seit etwa 4 Wochen probleme mit schlafen. Bin zappelig und innerlich so angespannt das ich keine Ruhe finde. Und meine Gedanken sind total durcheinander. Am Samstag wars dann eine Katastrophe. Habe sie am Sonntag nicht mehr genommen und es ging viel besser, musste ja auch nicht arbeiten.
(...)
Nun meine Frage: Kann es sein das die Dosis nun auf einmal zu hoch ist?
Habe mir heute nun 36 mg beim Arzt geholt
Hallo Sleeperli,

kann sein, muss aber nicht.

Denn die (unerwünschte) Nebenwirkung ist nicht unbedingt ein Indikator für eine Überdosierung. Es kann sein, dass du mit der 36-er Concerta dieselben Probleme hast.

Die Wirkung des Concerta ist abends ja weg. Vielleicht brauchst du noch eine kleine Dosis unretardiertes Methylphenidat, um das Einschlafen zu erleichtern?

Falls die 36-er Kapsel dein Problem beseitigt und es ist tagsüber ausreichend von der Wirkung her, ist ja alles gut. Falls nicht, siehe oben.

Alles Gute und herzlich willkommen im Forum! :D
Falschparker
Sleeeperli
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Sleeeperli » 18. Juli 2018 17:21

Hallo Zusammen

Vielen Dank zuerst für eure Antworten.

Ich war definitiv überdosiert. Selbst jetzt könnte es noch minim zu hoch sein. Bei 54mg habe ich mehr als zwei Pack Zigaretten geraucht. Ich war den ganzen Tag nervös ohne Ende.

Bei 36 mg bin ich noch leicht nervös aber die Konzentration ist wieder besser. Jetzt sind es noch ca. 30 Zigaretten.

Komisch war, dass ich am Sonntag nicht mal ein Pack geraucht habe. Habe mich auch toll gefühlt, war entspannt und hatte eine gute Laune.

Mit den Tabletten bin ich einfach sehr monoton. Keine Hochs und keine Tiefs.

Ist das normal?

Kannst du mir das genauer erklären warum am Abend niedrig dosiert unretadiert helfen soll?

Bin gestern um 22.30 ins Bett und war um 05.00 wieder wach obwohl ich noch bis halb 6 hätte schlafen können. Bin einfach nicht entspannt am Abend.

Sonntags ohne Tabletten habe ich super geschlafen.
Muss dazu noch sagen, dass ich vor 7 Jahren massive Schlafprobleme hatte und mir immernoch unwohl wird wenn ich nicht gut schlafe. Habe dann Angst das könnte wieder passieren. Habe es nach 4 Jahren geschaft wieder normal zu schlafen ohne Hilfe ( Tabletten, Tee, usw).

Hoffe ihr könnt was anfangen mit dem Oben :shock:

Danke schon mal im Vorraus und bin froh endlich mit Gleichgesinnten zu reden.

Liebe Grüsse Sleeeperli
Lydiawe
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Lydiawe » 26. Juli 2018 07:52

Ich finde, dass nach deinem Bericht, deine Dosis zu hoch sein kann. Beobachte doch weiter mit 36 mg und probiere noch niedriger aus (gibt es das von concerta?)

Außer dem schon genannten Alter gibt es auch einfach so körperliche Schwankungen ...

Mit Arzt zusammen ausprobieren, Wohlfühldosis finden.
Raupi
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Raupi » 5. August 2018 20:24

Ich bin ja noch recht neu hier, aber habe gelesen, dass hormonelle Schwankungen auch die Wirkung beeinflussen können. Hast du vielleicht diesbezüglich etwas geändert?

Außerdem kann ja auch die Schilddrüse Unruhe und auch Antriebslosigkeit verursachen. Wenn sich ein Hashimoto entwickelt, gibt es zunächst mehr Unruhe weil Überfunktion, dann kommt man nach einigen Monaten in die Unterfunktion mit Antriebslosigkeit.

Es gibt unheimlich viele diffuse Symptome, die von einer SD Fehlfunktion ausgelöst werden können...

Was denken die erfahrenen Forumsinventare? Wie ist die Wirkung der Medikamente bei SD Problemen?
LG, Raupi
Raupi
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von Raupi » 5. August 2018 20:29

Nachtrag: Um Hashimoto nachzuweisen, braucht es mehr als nur den üblicherweise bestimmten TSH Wert... und der kann bei Hashi ziemlich irreführend schwanken.
LG, Raupi
mephisto
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Re: Nach 5 Jahren Dosis zu hoch?

Beitrag von mephisto » 25. September 2018 17:32

In 5 Jahren kann sich in der Körperchemie sehr viel ändern.

Ich habe bei mir festgestellt das sich das Zuführen von Vitamin D3, B12, Folsäure und T-Lysin positiv auswirkt und das sich dadurch die Wirkungen von MPH deutlich verändern. Damit will ich sagen das auch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten und Ernährung Einfluss auf die notwendige Medikamentierung haben kann.
Dazu kommt das sich auch durch den ganz normalen Alterungsprozess so einiges im individuellen Hormonhaushalt verändert. Daher wundert es mich nicht wirklich das sich die Wirkung der Medikamente und damit der Bedarf verändert.
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