ADS und Asperger

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 26. August 2011 16:28

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Lass ihn mal diesen Test machen http://www.rdos.net/de/
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
BlackLady
Foruminventar
Beiträge: 1730
Registriert: 23. Oktober 2010 23:12

Re: ADS und Asperger

Beitrag von BlackLady » 26. August 2011 21:41

@ Angie

Grad den von dir geposteten Test gemacht


Deine Aspie-Punktzahl: 163 von 200
Deine neurotypische (nicht-autistische) Punktzahl: 33 von 200
Du bist sehr wahrscheinlich ein Aspie.



öhm.......vllt sollte ich bei Gelegenheit doch nochmal mit meinem Doc drüber reden.
Der meinte beim Erstgespräch wegen ADHS das er zuerst dachte ich wär ein Aspie.
Im laufe des Gesprächs tendiert er aber dazu das ich ADHS hab, und ne Sozialphobie......mal abwarten wie sich das noch entwickelt.
Ich habe ein Motivationsproblem - solange bis ich ein Zeitproblem hab....


Wer mich für KOMPLIZIERT hält,
hat nur keine Lust
sich mit meiner EINZIGARTIGKEIT
auseinander zu setzen
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 26. August 2011 22:00

Und ich wusste es doch, den Aspie haben meine Kinder nicht von mir, sondern von meiner Schwie-Mu

Deine Aspie-Punktzahl: 76 von 200
Deine neurotypische (nicht-autistische) Punktzahl: 140 von 200
Du bist sehr wahrscheinlich neurotypisch.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Oender1979
Forummitglied
Beiträge: 2
Registriert: 16. September 2011 08:01

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Oender1979 » 16. September 2011 18:47

Hallo ich habe heute den Test gemacht! :)

Kann jemand das ergebniss beurteilen?

Sollte ich mich mal beim Arzt zeigen ?

Also ich maein ADS liegt vor aber Aspi habe ich mich nicht drum gekümmert.
Sollte ich das mal machen?

LG


Deine Aspie-Punktzahl: 135 von 200
Deine neurotypische (nicht-autistische) Punktzahl: 58 von 200
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 16. September 2011 19:47

[quote="Oender1979"]
Hallo ich habe heute den Test gemacht! :)

Deine Aspie-Punktzahl: 135 von 200
Deine neurotypische (nicht-autistische) Punktzahl: 58 von 200
[/quote]

Wenn du ein Neurotyp bist, bist du kein Aspie.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Krätzchen
Pagemaster
Beiträge: 213
Registriert: 25. November 2010 10:44
Alter: 33
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Krätzchen » 16. September 2011 20:25

Hab den Test auch mal gemacht - hab auch die Beurteilung "Du bist sehr wahrscheinlich ein Aspie", aber irgendwie trau ich dem Braten nicht so ganz (schliesst die Anwendung von Metaphern/Redewendungen das nicht auch aus, mehr oder weniger?).

Allerdings wurde mir auch eine Sozialphobie diagnostiziert, die ich wirklich nicht habe (keine Angst - nur keinen Bock), vielleicht habe ich einfach ein paar Aspiemerkmale im Sozialverhalten oder so..? Ich weiß, dass ich eigentlich nie mit anderen Kindern gespielt habe und dass ich mich oft fühle wie vom anderen Stern, was Menschen angeht und sowas alles, aber ist das gleich Aspie? Wie differenziert man Spezialinteressen von HBs von den Aspiespezialinteressen? Wo hört das ADHS-Abgelenktsein auf und fängt das Aspietypische an?

Hm...werd mal die anderen Infolinks durchlesen. :)
Oben ist unten und hässlich ist schön.
Ledermausmotto aus: Walter Moers: Der Schrecksenmeister
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 16. September 2011 20:32

Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Lumi
Pagemaster
Beiträge: 114
Registriert: 21. November 2008 17:56

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Lumi » 16. September 2011 21:58

Huhu,

ich habe wiederholt erlebt, dass der Autor des Quiz darauf verweist, dass sein Quiz nicht dazu dient, eine autistische Störung zu identifizieren oder die Schwere einer autistischen Störung einzuschätzen. (Aber man könnte das Quiz halt doch in dem Sinne verwenden, gerade wenn man Autismus eindeutig von AD(H)S und anderen Sachen abgrenzen kann und... jetzt verlier ich mich glaub ich in der Theorie  :breitgrinse1:.)

Sondern, dass sein Quiz Auskunft über die eigene Menge an Eigenschaften und Vorlieben, die sich relativ direkt aus Fähigkeiten oder Einschränkungen (deren Ursprung z.B. in Autismus, AD(H)S, Persönlichkeitsstörungen, Intelligenzprofil, Begabungen, kulturelle Unterschiede, Interessen, Erfahrungswerte, Glaubensinhalte usw. liegen) und Charaktereigenschaften ergeben, die häufig bei Menschen mit autistischen Störungen, darunter vor allem Asperger-Autismus, während der Entwicklung des Quiz beobachtet wurden.

Also so wie: viele Autisten, die beim Quiz mitgewirkt haben, mögen X und haben oft die Erfahrung Y gemacht.

Da jedoch Vorlieben und Charaktereigenschaften nicht zwangsläufig an Autismus gekoppelt sind, sagt es eben nicht so viel über den Autismus an sich aus. Wenn gleich es eben eine Tendenz (ist aber wohl bei allen Menschen so?) gibt, sich entsprechend der eigenen Fähigkeiten, Beeinträchtigungen und Erfahrungen zu entscheiden.

Wenn jemand soziale Schwierigkeiten durch Autismus hat und z.B. gefragt wird, ob er lieber den Abend in Gesellschaft verbringt oder alleine, wird er vielleicht öfter antworten, dass er alleine sein will. Im Gegenzug sagt aber die Aussage „Ich verbringe meine Abende gerne allein.“ so für sich nichts darüber aus, ob derjenige Autist ist oder nicht. Man müsste halt fragen: warum?

Selbst ein Autist kann ja eine nicht-autistische Begründung haben (wie: „muss meine Wohnung seit über einen halben Jahr fertig einrichten!“ oder „mein AD(H)S macht mich einfach zu wuschig/müde!“ oder „ich muss lernen!“), warum er seine Abende im Moment/in dieser Lebensphase gerne alleine verbringt. Aber vielleicht ist seine Begründung auch eng mit dem Autismus verbunden und dann wäre die Aussage ein Indiz für seinen Autismus.

LG
Lumi
Eugenie

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Eugenie » 17. September 2011 07:39

Danke Lumi! :smt023:

Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass diese Test vielleicht gerade mal einen minimalen Anhaltspunkt geben ob oder ob nicht.

1. Sie sind manipulierbar, meist viel zu einfach zu durschauen.
2. Wenn es so einfach wäre Autismus festzustellen, könnten wir uns die teuren Diagnostiken ersparen
3. jeder Mensch hat autistische Züge, und wenn man diese noch ein wenig dramatisiert, wird man diesen Test sicher als Autist verlassen auch wenn man anschließend nur ein bißchen Autist ist.... :icon_rolleyes:

Wenn ich nach diesen Tests gehen würde, wäre ich extrem suchtgefährdet, würde bald unter Inkontinenz leiden, ist mein Hund schwer erziehbar und ich habe aufgrund meiner Lebensgewohnheiten nicht mehr lange zu leben! Dazu passt meine Frisur nicht zu mir, mein Marktwert ist sehr niedrig und wirke jünger als ich tatsächlich bin. Ist doch alles Bullshit!
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 17. September 2011 12:40

@Eugenie  :breitgrinse1: :breitgrinse1: :breitgrinse1:


Davon ab, das bei einigen Teste noch darauf hingewiesen wird:

Bitte beachten Sie jedoch, daß für einen verläßlichen Befund unbedingt eine persönliche Diagnose und Einschätzung durch einen Arzt, Psychotherapeuten oder Psychologen erforderlich ist. Der Selbsttest kann nur eine erste Einschätzung darüber vermitteln, ob eine Angst- oder Panikstörung vorliegt.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Bonnie
Spezial User
Beiträge: 388
Registriert: 17. Mai 2005 17:23
Wohnort: Magdeburg

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Bonnie » 17. September 2011 14:26

Nach diesem Test bin ich auch im autistischen Spektrum. Für mich kann ich das aber verneinen - das passt so gar nicht.
LG, Bonnie
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 17. September 2011 14:43

Davon mal abgesehen, dass einige ADHS-Symptome den Asperger-Symptomen ähneln.
Nur der Grund, warum das Verhalten so ist, ist unterschiedlich.

Also wenn jemand wie mein Tim, bei Katastrofenberichte im Fernsehen sich kaputt lacht, könnte man bei denjenigen Asperger vermuten.  :up_to_something:

Ach kennt ihr die Serie die auf Pro 7 läuft?

The Big Bang Theory.

Die Serie handelt von den zwei intelligenten jungen Physikern Leonard und Sheldon.
Wenn ich die Handlung von Sheldon sehe, sehe ich bei den einen Aspie.
Der benimmt sich in vielen Dingen so schön kindlich.
Da hat mal eine Komolitionin auf seiner Tafel eine Rechnung verbessert.
Und Sheldon hat sich darüber so aufgeregt.
Und das Mädchen: Ja aber jetzt ist die Rechnung aufgegangen.
Und Sheldon: Das ist aber meine Tafel, da hat keiner dran zu gehen.

Ah guck mal einer an, habe mal bei Tante Wiki gefragt  :breitgrinse1:

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Big_Bang_Theory

Paul Collins spekuliert darüber, ob Sheldon das Asperger-Syndrom hat. Chuck Lorre hat dies dementiert. Aber auch wenn es nicht beabsichtigt gewesen sein sollte, seien die Autoren der Serie so oft nach dem Asperger-Syndrom gefragt worden, dass sie sich über den Subtext klar sein müssten, wenn sie die Forscher diskutieren lassen, ob Superman fliegt oder springt. Collins schreibt weiter: „Jetzt, wo The Big Bang Theory überall, von Island bis zu den Philippinen, läuft, wird Sheldon zu einem Popkultur-Symbol für Aspies werden. Dies ist möglicherweise keine schlechte Sache. So sehr er andere auch zur Verzweiflung bringen kann, hat Sheldon sich doch bemerkenswert gut an seine Welt angepasst. Unterhalb des Slapstick ist The Big Bang Theory eine Meditation darüber, wie intelligente Menschen mit den ihnen gegebenen, absurd ungleich verteilten Talenten umgehen.
Zuletzt geändert von Angie am 17. September 2011 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Krätzchen
Pagemaster
Beiträge: 213
Registriert: 25. November 2010 10:44
Alter: 33
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Krätzchen » 17. September 2011 17:05

Oh, ich wußte gar nicht, dass die BBT es inzwischen bis ins deutsche Fernsehen geschafft hat. Weiß nicht, ob ich das nun gut oder schlecht finde.  :breitgrinse1:

Was Sheldon angeht - ich denke, das ist auch einfach Wissenschaftler- bzw Physikertypisch. Ich hab ja auch erst Physik studiert und wenn man meine Freunde und mich zusammenwirft, sind wir alle ziemlich genau so. Bei vielen von denen ist HB vorhanden, einer ist noch Legastheniker, ich halt mit meinem ADHS, aber ansonsten sind wir alle ganz normal. :D Naja, normal in unseren Augen - wir waren vorher mehr oder weniger alle die Außenseiter. Fast jeder hat irgendeine Macke, aber wir haben zusammen mehr Spaß als wir das mit "normalen" vorher jemals haben konnten.

Daher stimmt es wohl schon, dass man einfach viele Symptome irgendwo wieder findet (Wobei ich dazu sagen muss, dass ich die einzige bin, die mit Gruppenaktivitäten Probleme hat und nach Kontakt schnell wieder eine Pause braucht (idealerweise auf einen Tag Aktion erstmal gleich 3 Tage Alleinsein *hust) - mir hat das schon öfter zu denken gegeben, weil ich sonst niemanden kenne, der auch so ist, aber das kann ja auch am ADHS liegen, muss mal sehen, ob das mit MPH jetzt vielleicht auch besser wird. Das war auch mit ein Teil meiner Probleme im Präsenzstudium - die Leute 5/7 Tagen die Woche mindestens auszuhalten, selbst wenn es Freunde waren und nicht einfach allein sein zu können.).
Oben ist unten und hässlich ist schön.
Ledermausmotto aus: Walter Moers: Der Schrecksenmeister
fussball
Forummitglied
Beiträge: 4
Registriert: 21. Juli 2011 09:41

Re: ADS und Asperger

Beitrag von fussball » 26. Oktober 2011 15:15

Hallo,

ich wollte aus Interesse mal nachfragen, ob man beides haben kann, ADS und Asperger? Meine Tochter hat ADS, das ist sicher, deshalb dachte ich immer sie ist so komisch und zurückgeblieben. Sie ist zwar 19 , wirkt aber wie eine 10jährige in ihrem Verhalten. Wenn sie von jemand angesprochen wird, macht sie Reisaus. Sie ignoriert die Anderen und wennman sie darauf anspricht, sagt sie, ich habe niemanden gesehen. Mein Mann sagt, sie tickt einfach nicht richtig?  Sie hat aber schon in der Klasse Freunde, mit denen sie spricht. Auch eine enge Freundin, mit der trifft sie sich 1 mal die Woche hat sie. Aber alle anderen sind einfach Luft für sie.

Gruß
junior
Pagemaster
Beiträge: 100
Registriert: 29. März 2011 20:08

Re: ADS und Asperger

Beitrag von junior » 26. Oktober 2011 15:30

Hallo fussball !

Die gleiche Frage habe ich gestern auch meinem Arzt gestellt. Dieser hat das bejaht. Meistens kommt dann auch noch eine überdurchschnittliche Intelligenz hinzu.

Mein Arzt hat mir angeraten, dass Buch "Ich bin besonders" zu lesen. Sollte ich mein Kind darin wieder erkennen, soll eine entsrpechende Abklärung erfolgen. Asperger ist allerdings schwer zu diagnostizieren.

LG junior
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 26. Oktober 2011 20:39

Das sag mal und wie. Mein Tim ADHS und Asperger. Die ADHS-Diagnose mit 6 Jahren und Asperger dazu ab 11 Jahren. Wir sind noch 5 Jahre lang durch sämtliche Teste gegangen.  :icon_rolleyes:  Da ich und auch so einige Pädagogen meinten, ausser ADHS stimmt da noch etwas nicht.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
cajo81
Spezial User
Beiträge: 406
Registriert: 2. April 2011 17:59

Re: ADS und Asperger

Beitrag von cajo81 » 10. November 2011 11:17

Ich wollte euch mal einen kleinen medizinischen Hinweis geben der mir erst die letzten Tage aufgefallen ist :

Und zwar habe ich MEHRFACH gelesen dass bei ADS im Endeffekt ein Ungleichgewicht zwischen Dopamin und Noradrenalin bestehen soll. Natürlich ist dieses Ungleichgewicht bei jedem anders ausgeprägt bzw. vorhanden. Meistens ist wohl mehr der Dopaminspiegel mehr betroffen.
Vor ca. einem Jahr habe ich in einem Artikel den ich leider nicht mehr finde - er war in einer Medizinerfachzeitschrift - gelesen dass man aus Versuchen heraus glaubt dass Asperger zu wenig Noradrenalin bilden könnten. Noradrenalin sei, dies ist sehr wahrscheinlich, u.a. für die SOZIALE KOMPETENZ eines Lebewesens sehr wichtig.
Tierexperimente hätten gezeigt dass zu wenig Noradrenalin das Sozialverhalten STARK negativ beeinträchtigen würde.

Wenn ich mal jetzt aspergermäßig  :breitgrinse1: kombiniere komme ich nun auf den Schluss dass ADSler mit einem verstärkten Noradrenalinungleichgewicht ja eigentlich die selben, oder ähnliche, Symptome wie Asperger aufweisen müssten. Oder etwa nicht ?
Bei Beiden wäre ja im Endeffekt zu wenig Noradrenalin vorhanden ! Die Symptome müssten dann doch logischerweise die gleichen sein !
Nur die Urache des Noradrnealinmangels ist vielleicht jeweils anders.  :fr:

Würde übrigens auch erklären warum der Noradrenalinhemmer Strattera manchen ADSlern hilft - übrigens wohl insbesonders Hypos !
Strattera würde übrigens früher als Medi gegen Angststörungen (z.B: soziale Phobie), Antriebsproblemen und Depressionen entwickelt.
Vieles Asperger und Hypo-ADS-Eigenschaften.
Zuletzt geändert von cajo81 am 10. November 2011 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 10. November 2011 17:39

Allerdings funzen bei Nicht- Aspies die Spiegelneuronen besser.  :breitgrinse1:

Auch Autismus-Symptome werden von einigen Forschern mit einem unzureichenden Funktionieren der Spiegelneuronen in Verbindung gebracht.[2] Diese Auffassungen werden besonders von dem in den USA arbeitenden indischen Neurologen Vilayanur S. Ramachandran vertreten. Auf EEGs konnte er bestimmte Wellenfrequenzen finden, die bei gesunden Probanden unterdrückt werden, wenn sie andere Menschen beobachten, bei Autisten jedoch nicht. Er wertete dies als Folge der Aktivität von Spiegelneuronen. Allerdings muss betont werden, dass bislang wissenschaftliche Belege für eine Beteiligung der Spiegelneuronen an Prozessen wie Empathiebildung fehlen und für sprachliche Funktionsleistungen noch nicht in ausreichendem Maße vorliegen. In diesem Zusammenhang muss der Umstand beachtet werden, dass das pure Vorhandensein eines neuronalen Korrelats keine Erklärung psychischer Gegebenheiten darstellt.

Britton (2006) erklärt das Defizit autistischer Menschen, Traurigkeit zu erkennen, darin, dass die Amygdalaverbindungen gestört seien (Britton 2006). Die Amygdala ist immens wichtig für die Emotionserkennung bei Gesichtern (Adolphs 2002): Sie reagiert bei allen Basisemotionen und zeigt anderen Hirnregionen die Salienz eines emotionalen Stimuli an (Schultz 2005).

Das Betrachten von traurigen Gesichtern aktiviert laut Blair (1999) die linke Amygdala und den rechten Temporallappen. FMRI-Studien zeigen, dass bei Autisten die Amygdala bei der Gesichtserkennung für Traurigkeit unteraktiviert ist (Schultz 2005). Das Defizit der Autisten wird sowohl in der verminderten Amygdala-Aktivierung, welche auch ein aktualgenetisches Problem der Emotionserkennung bei Autisten darstellt, als auch in Defiziten der fusiformen face area (FFA) gesehen. Verschiedene Studien haben ergeben, dass diese Region vor allem bei der Gesichtserkennung aktiv ist (Schultz 2005). Natürlich kann ein Defizit bei der Erkennung von traurigen Gesichtern bei Autisten auch anders erklärt werden.

Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Sophie Scott vom University College London berichteten im Dezember 2006 [3], dass Spiegelneuronen auch daran beteiligt seien, dass man ‚automatisch‘ mitlache, wenn eine andere Person zu lachen beginnt. Gelächter sei ‚ansteckend‘, weil die für Spiegelneuronen bekannten Areale im prämotorischen Cortex dann besonders aktiv seien, wenn man positive Gefühlsausdrücke beobachte. In Experimenten hatte man Versuchspersonen Lautäußerungen vorgespielt, die Emotionen wie Triumph, Angst, Freude oder Ekel ausdrückten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuronen
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
cajo81
Spezial User
Beiträge: 406
Registriert: 2. April 2011 17:59

Re: ADS und Asperger

Beitrag von cajo81 » 10. November 2011 19:28

[quote="Angie"]
Allerdings funzen bei Nicht- Aspies die Spiegelneuronen besser.  :breitgrinse1:

Auch Autismus-Symptome werden von einigen Forschern mit einem unzureichenden Funktionieren der Spiegelneuronen in Verbindung gebracht.[2] Diese Auffassungen werden besonders von dem in den USA arbeitenden indischen Neurologen Vilayanur S. Ramachandran vertreten. Auf EEGs konnte er bestimmte Wellenfrequenzen finden, die bei gesunden Probanden unterdrückt werden, wenn sie andere Menschen beobachten, bei Autisten jedoch nicht. Er wertete dies als Folge der Aktivität von Spiegelneuronen. Allerdings muss betont werden, dass bislang wissenschaftliche Belege für eine Beteiligung der Spiegelneuronen an Prozessen wie Empathiebildung fehlen und für sprachliche Funktionsleistungen noch nicht in ausreichendem Maße vorliegen. In diesem Zusammenhang muss der Umstand beachtet werden, dass das pure Vorhandensein eines neuronalen Korrelats keine Erklärung psychischer Gegebenheiten darstellt.

Britton (2006) erklärt das Defizit autistischer Menschen, Traurigkeit zu erkennen, darin, dass die Amygdalaverbindungen gestört seien (Britton 2006). Die Amygdala ist immens wichtig für die Emotionserkennung bei Gesichtern (Adolphs 2002): Sie reagiert bei allen Basisemotionen und zeigt anderen Hirnregionen die Salienz eines emotionalen Stimuli an (Schultz 2005).

Das Betrachten von traurigen Gesichtern aktiviert laut Blair (1999) die linke Amygdala und den rechten Temporallappen. FMRI-Studien zeigen, dass bei Autisten die Amygdala bei der Gesichtserkennung für Traurigkeit unteraktiviert ist (Schultz 2005). Das Defizit der Autisten wird sowohl in der verminderten Amygdala-Aktivierung, welche auch ein aktualgenetisches Problem der Emotionserkennung bei Autisten darstellt, als auch in Defiziten der fusiformen face area (FFA) gesehen. Verschiedene Studien haben ergeben, dass diese Region vor allem bei der Gesichtserkennung aktiv ist (Schultz 2005). Natürlich kann ein Defizit bei der Erkennung von traurigen Gesichtern bei Autisten auch anders erklärt werden.

Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Sophie Scott vom University College London berichteten im Dezember 2006 [3], dass Spiegelneuronen auch daran beteiligt seien, dass man ‚automatisch‘ mitlache, wenn eine andere Person zu lachen beginnt. Gelächter sei ‚ansteckend‘, weil die für Spiegelneuronen bekannten Areale im prämotorischen Cortex dann besonders aktiv seien, wenn man positive Gefühlsausdrücke beobachte. In Experimenten hatte man Versuchspersonen Lautäußerungen vorgespielt, die Emotionen wie Triumph, Angst, Freude oder Ekel ausdrückten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuronen
[/quote]

Ja, hatte schon davon gehört.
Ich frage mich aber laienhaft was wohl passiert wenn die Infos (Umwelteindrücke) gar nicht erst zu den Spiegelneuronen gelangen  :fr:
Blöd ausgedrückt : Wie kann ein Spiegelneuron etwas spiegeln wenn das etwas nur unvollständig oder undeutlich ankommt oder die Spiegelneurone gar durch eine Reizflut schlichtweg mit dem spiegeln einfach überfordert sind.
Sorry, aber wenn ich doch zu viel wahrnehme dann hat dies eher mit einem beschädigtem Filtersystem zu tun als mit irgendwelchen "Spiegelneuronen".
Ich fglaube manchmal echt die ganzen Herrn Doktoren denken viel zu kompliziert.  :icon_rolleyes:
Warum hilft denn z.B. Alkohol oder hohe Dopaminmengen vielen Aspergern so wie mir viele persönlich gesagt haben ?
Jeder antwortete dass damit die Reizflut weg sei und sie sich weniger gestresst fühlten !
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2014
Kontaktdaten:

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Angie » 10. November 2011 19:55

:ja: Aber das fehlende Verständnis für das Sozialverhalten bleibt immer noch bestehen, was wir instiktiv wissen, müssen Asperger erlernen.
Wir wissen, wenn sich jemand verletzt, dass wir Mitleid zeigen und nicht darüber lachen, dass sein Gesicht so schön rot wie eine Tomate aussieht beim Weinen.
Spiegelneuronen zeigen sich schon als Kleinkindalter ab, lächelst du ein Baby an, lächelt es zurück.
Rufst du sein Namen, blickt es zu dir.

Bist du wütend, haben die anderen die deine Wut sehen angst.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Benutzeravatar
Tamiki
Pagemaster
Beiträge: 124
Registriert: 2. Februar 2012 19:25

Re: ADS und Asperger

Beitrag von Tamiki » 3. Februar 2012 17:29

Wow.
Ich bin ja gerade noch dabei, mich hier einzulesen und finde momentan ganz besonders die ERklärungen zum Asperger sehr aufschlußreich. Mir fällt es langsam aber sicher wie Schuppen von den Augen.
Evtl. habe ich das Chaotische des ADS überkompensiert, denn ich brauche meine Routinen und Strukturen und vor allem Ordnung. Schon als Kind bin ich bei Chaos, das von anderen Kindern verursacht wurde, völlig konfus geworden.
Wird mein Alltagstrott und meine Routine gestört, reagiere ich auch ungehalten, konfus bis panisch. Obwohl ich den Trott doch liebe, langweilt er mich auch oft unsäglich und ich seufze, daß doch wieder mal so absolut nichts los ist :icon_rolleyes: - das ist dann wohl wieder das ADS, das sich meldet.

Was @Angie über das fehlende Verständnis für das Sozialverhalten schreibt, ist allerdings mein größtes Problem. Bisher habe ich die Reaktionen anderer Menschen auf mich nicht verstanden und als äußerst ungerecht empfunden. So langsam dämmert es mir, je mehr ich über Asperger erfahre. Ich kann mich sehr schwer wirklich in andere einfühlen. Wenn, dann klappt das nur, wenn ich dies ganz bewußt und sehr aufmerksam versuche - dann empfinde ich es aber schnell als sehr anstrengend und halte es nicht dauerhaft durch.

Im Job komme ich ganz gut klar. Da habe ich irgendwann eingesehen, daß ich etwas ändern muß und mir ganz viel bei anderen abgeschaut und nach und nach regelrecht antrainiert.

Flirten und Interesse am Andern zu bekunden, ist problematisch. Entweder das Gegenüber übersieht meine diesbezüglichen Probleme, weil er sich vom Äußeren "blenden" läßt oder er zieht sich wieder zurück, weil ich zu reserviert, distanziert, kühl.....was weiß ich wirke.  :confused:
Bild
Antworten

Zurück zu „ADHS & Asperger / Autismus*“