ADHS und Sucht

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Eva
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ADHS und Sucht

Beitrag von Eva » 16. November 2013 17:12

von Dr. Astrid Neuy-Bartmann
Sucht ist bei AD(H)S ein bisher völlig unterschätztes Thema.

Sucht zeigt sich durch


    starkes Verlangen, wie ein Zwang das Suchtmittel unbedingt zu brauchen
    Kontrollverlust, mit dem Konsum nicht mehr aufhören zu können
    Entzug, d. h. ohne das Suchtmittel bin ich getrieben .....

Hier geht es weiter:

http://www.adhs-deutschland.de/Home/Beg ... Sucht.aspx
Alles über Deichhöhe ist überflüssig! :winy:
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 21. Juni 2019 19:04

Ja, diese Seite hat mir auch sehr zu denken gegeben.
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 23. September 2019 09:19

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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 30. September 2019 23:47

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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Elwirra » 1. Oktober 2019 07:08

Oh man denke ich bei dem Artikle , ......

häh :?: :!: das ist doch bekannt und nix neues :?: :?: .....aber der Thread ist ja auch von 2013 :lol:
Aber natürlich in der Thematik nach wie vor aktuell
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 1. Oktober 2019 11:38

Elwirra hat geschrieben:
1. Oktober 2019 07:08
Oh man denke ich bei dem Artikle , ......

häh :?: :!: das ist doch bekannt und nix neues :?: :?: .....aber der Thread ist ja auch von 2013 :lol:
Aber natürlich in der Thematik nach wie vor aktuell
Hallo Elwirra,
dann finde ich es gut, dass den Forumsusern mehr oder minder durch Medikamente so gut geholfen ist, dass das Suchtproblem in diesem Forum nicht das so grosse Problem darstellt? Sich auch nicht direkt so in den Threads widerspiegelt, oder irre ich mich da?
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Elwirra » 1. Oktober 2019 12:52

Ist Vielleicht eher die Frage welche Süchte man ggf noch hat oder irgendwann mal hatte ??
Ich bin seit 20 Jahren exRaucher und war fast bei 1/2 — einer Schachtel Pro Tag

Und wieviel Süchtige noch keiner ADHS Diagnose unterliegen und deswegen nicht hier sind ?
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 1. Oktober 2019 14:31

Elwirra hat geschrieben:
1. Oktober 2019 12:52
Ist Vielleicht eher die Frage welche Süchte man ggf noch hat oder irgendwann mal hatte ??
Ich bin seit 20 Jahren exRaucher und war fast bei 1/2 — einer Schachtel Pro Tag

Und wieviel Süchtige noch keiner ADHS Diagnose unterliegen und deswegen nicht hier sind ?
Ich finde diese Süchte hätten mehr in Abhängigkeit zu ADHS thematisiert werden können durch aufgeklärte Forenuser und Real Adhsler, da diese Süchte nicht nur helfen, sondern jede Menge Geld kosten können (Automaten, Zigaretten) auch kosten sie Zeit, und soziale Bindungen können leichr zerstört werden. Und trotzdem, obwohl es alles rund um ADHS laut deiner Aussage so bekannt sein soll, sind aufschlussreiche Erörterungen und Hinterfragung dieser Problematik eher dürftig.

Hier fällt mir als ich in meinem Gutachter Thema provokativ mit der Spielsuchtnervösität anfing, ein, dass nur Texel "mit seinem ehemaligen Amphetamin Kollegen" etwas dazu beitragen konnte.

Auch am Anfang nachdem ich mich hier anmeldete kam letztendlich nur Chaosqueen auf mich zu ubd erzählte mir von ihrer "Faszination Gameplay" an der Spielkonsole oder so ähnlich.

Ich denke, normalerweise müssten in diesem "alteingesessenen Forum" auch schon genug ADHS diagnostizierte Süchtige hier aufgeschlagen sein, jetzt mal unabhängig von den "Nichtdiagnostizierten".

Na ja, wenn man mit seiner Sucht noch in Abhängigkeit von Freizeitverhalten, Kosten, Gesundheitsbeeinträchtigung usw. noch ungehen kann, dann ist das Ganze eher unauffällig.

So hat es diesen "Gutachter" überhaupt nicht interessiert, mein schlimmes Problem Sucht mal von einer anderen Seite zu beleuchten, da er über Psychometrik lieber mein ADHS leiden ausmerzen wollte und mich in Abhängigkeit zum Connorstest und der Frage nach der Aufmerksamkeit lieber als Lügner darstellen wollte.
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von BAE2705 » 1. Oktober 2019 15:02

im Zusammenhang mit ADHS und Sucht sehe ich meinen Vater vor mir. Wenn auch niemals diagnostiziert, ist er das Musterbeispiel eines unkontrolloerbaren ADHSlers. Vollkommen unbeherrscht, jähzornig, Underachiever, sozial unverträglich, aber auch wieder ausdauernd bei entsprechender Interessenslage, Steh-auf-Männchen. Die genetische Komponente wurde mir erst klar als mein Junior die Diagnose ADHS bekam.

Der Vater - inzwischen 85 - war vom 20. bis zum 60. Lebensjahr starker Raucher (1-2 Päckchen am Tag) und hörte ohne echte Entzugserscheinungen von einem Tag auf den nächsten auf (wollte, dass sein erstes Enkelkind nicht Passivraucher wird - bei seinen vier Kindern war ihm das egal). Zudem war er viele Jahre hochgradig alkoholabhängig (tgl. ca. 1-2 Flaschen Wein zzgl. Schnaps etc) und hat auch diese Sucht - zwar nicht freiwillig, aber durch demenzbedingten Umzug ins Pflegeheim - ohne Entzugserscheinungen beendet. Wie ist so etwas möglich, dass ein Mensch bei jahrzehntelangem Missbrauch/Suchtverhalten keine körperliche Abhängigkeit entwickelt? Kommt so etwas bei ADHSlern eher vor. Wir - inklusive seiner Ärzte stehen hier vor einem Rätsel (zumal man seinen Blutwerten die irre Missbrauchskarriere nicht ansieht).

LG BAE
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Elwirra » 1. Oktober 2019 15:41

Ich habe auch plötzlich einfach mit dem Rauchen aufgehört, Thema durch und fertig und nie wieder mit dem Bedürfniss gekämpft .
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Drei » 1. Oktober 2019 16:00

Seitdem ich gut mit Medikamenten (Bedrocan / medizinisches Cannabis) eingestellt bin,
  • Rauche bzw. Dampfe ich nicht mehr
  • Spiele ich keine Computerspiele mehr
  • Trinke ich beim Weggehen mit Freunden nur noch ein Bier (früher mind. 2-3)
  • Hat sich mein Kaffeekonsum reduziert.
Es nicht so, dass ich bewusst verzichte. Diese Sachen haben einfach ihren Reiz verloren. Das ging auch alles relativ schnell, innerhalb weniger Tage nach Beginn der Medikation. Ich denke, dass ich dahingehend nicht der einzige bin. Eine gute medikamentöse Einstellung kann sicher vielen ADHSlern helfen, eine Suchtproblematik in den Griff zu kriegen.
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Elwirra » 1. Oktober 2019 21:29

Kaffee und Bierbedürfnis ist unter der Medikation auch bei mir zurückgegangen
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von chaossuse » 1. Oktober 2019 22:24

Weggetreten hat geschrieben:
1. Oktober 2019 14:31
Elwirra hat geschrieben:
1. Oktober 2019 12:52
Ist Vielleicht eher die Frage welche Süchte man ggf noch hat oder irgendwann mal hatte ??
Ich bin seit 20 Jahren exRaucher und war fast bei 1/2 — einer Schachtel Pro Tag

Und wieviel Süchtige noch keiner ADHS Diagnose unterliegen und deswegen nicht hier sind ?
Ich finde diese Süchte hätten mehr in Abhängigkeit zu ADHS thematisiert werden können durch aufgeklärte Forenuser und Real Adhsler, da diese Süchte nicht nur helfen, sondern jede Menge Geld kosten können (Automaten, Zigaretten) auch kosten sie Zeit, und soziale Bindungen können leichr zerstört werden. Und trotzdem, obwohl es alles rund um ADHS laut deiner Aussage so bekannt sein soll, sind aufschlussreiche Erörterungen und Hinterfragung dieser Problematik eher dürftig.

Hier fällt mir als ich in meinem Gutachter Thema provokativ mit der Spielsuchtnervösität anfing, ein, dass nur Texel "mit seinem ehemaligen Amphetamin Kollegen" etwas dazu beitragen konnte.

Auch am Anfang nachdem ich mich hier anmeldete kam letztendlich nur Chaosqueen auf mich zu ubd erzählte mir von ihrer "Faszination Gameplay" an der Spielkonsole oder so ähnlich.

Ich denke, normalerweise müssten in diesem "alteingesessenen Forum" auch schon genug ADHS diagnostizierte Süchtige hier aufgeschlagen sein, jetzt mal unabhängig von den "Nichtdiagnostizierten".

Na ja, wenn man mit seiner Sucht noch in Abhängigkeit von Freizeitverhalten, Kosten, Gesundheitsbeeinträchtigung usw. noch ungehen kann, dann ist das Ganze eher unauffällig.

So hat es diesen "Gutachter" überhaupt nicht interessiert, mein schlimmes Problem Sucht mal von einer anderen Seite zu beleuchten, da er über Psychometrik lieber mein ADHS leiden ausmerzen wollte und mich in Abhängigkeit zum Connorstest und der Frage nach der Aufmerksamkeit lieber als Lügner darstellen wollte.
In fast jedem Artikel über ADHS bei Erwachsenen steht, dass Sucht weit verbreitet ist. Ich meine es auch schon mal hier im Forum gelesen zu haben.
Ich habe nicht deine ganze Geschichte gelesen, aber wirst du wegen ADHS behandelt oder ist es nicht möglich, weil es dir nicht anerkannt wurde?
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Elwirra » 2. Oktober 2019 06:32

Es liegt ja auch noch dran wie gravierend eine Sucht ist oder war.
Und. Wie sehr sie den Altag eingeschränkt hat !

Wenn z.B durch MPH einiges im Leben besser wird, freut man sich darüber und nimmt den Rückgang von Süchten nicht so konkret war.

Wenn Kaffee und Nikotin stumuliert haben und MPH diese nun Übernimmt fehlt einem ja konkret nichts. :!: :!: :!:

Ich glaube ob irgend eine Sucht nur eine Begleiterscheinung, halt ein kostspieliges ,ungesundes Laster ist oder ob sie komplett das Leben bestimmt , ist bei dieser Thematik zu unterscheiden.
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 2. Oktober 2019 07:03

chaossuse hat geschrieben:
1. Oktober 2019 22:24
Weggetreten hat geschrieben:
1. Oktober 2019 14:31
Elwirra hat geschrieben:
1. Oktober 2019 12:52
Ist Vielleicht eher die Frage welche Süchte man ggf noch hat oder irgendwann mal hatte ??
Ich bin seit 20 Jahren exRaucher und war fast bei 1/2 — einer Schachtel Pro Tag

Und wieviel Süchtige noch keiner ADHS Diagnose unterliegen und deswegen nicht hier sind ?
Ich finde diese Süchte hätten mehr in Abhängigkeit zu ADHS thematisiert werden können durch aufgeklärte Forenuser und Real Adhsler, da diese Süchte nicht nur helfen, sondern jede Menge Geld kosten können (Automaten, Zigaretten) auch kosten sie Zeit, und soziale Bindungen können leichr zerstört werden. Und trotzdem, obwohl es alles rund um ADHS laut deiner Aussage so bekannt sein soll, sind aufschlussreiche Erörterungen und Hinterfragung dieser Problematik eher dürftig.

Hier fällt mir als ich in meinem Gutachter Thema provokativ mit der Spielsuchtnervösität anfing, ein, dass nur Texel "mit seinem ehemaligen Amphetamin Kollegen" etwas dazu beitragen konnte.

Auch am Anfang nachdem ich mich hier anmeldete kam letztendlich nur Chaosqueen auf mich zu ubd erzählte mir von ihrer "Faszination Gameplay" an der Spielkonsole oder so ähnlich.

Ich denke, normalerweise müssten in diesem "alteingesessenen Forum" auch schon genug ADHS diagnostizierte Süchtige hier aufgeschlagen sein, jetzt mal unabhängig von den "Nichtdiagnostizierten".

Na ja, wenn man mit seiner Sucht noch in Abhängigkeit von Freizeitverhalten, Kosten, Gesundheitsbeeinträchtigung usw. noch ungehen kann, dann ist das Ganze eher unauffällig.

So hat es diesen "Gutachter" überhaupt nicht interessiert, mein schlimmes Problem Sucht mal von einer anderen Seite zu beleuchten, da er über Psychometrik lieber mein ADHS leiden ausmerzen wollte und mich in Abhängigkeit zum Connorstest und der Frage nach der Aufmerksamkeit lieber als Lügner darstellen wollte.
In fast jedem Artikel über ADHS bei Erwachsenen steht, dass Sucht weit verbreitet ist. Ich meine es auch schon mal hier im Forum gelesen zu haben.
Ich habe nicht deine ganze Geschichte gelesen, aber wirst du wegen ADHS behandelt oder ist es nicht möglich, weil es dir nicht anerkannt wurde?
Das was man hier über Suchtproblematik hier zu lesen bekommt, ist meistens schon alles älter (oder hab ich was übersehen?) siehe auch dieser Thread!! Link zu ADHS und Sucht wurde 2013 gepostet und danach kam nichts mehr in einem Thread mit einer massgeblichen Überschrift!!

Ich habe noch Sitzungen bei meinem Arzt für Psychiatrie, aber dieser hat nur sehr wenig Zeit für mich, weil ich stur bin und "Medikamente" schon vor Jahren abgelehnt hatte, was die Behauptung des Gutachters nach sich zog, es wäre wohl "klinisch nicht bedeutsam". Bin auch im Moment sehr unkonzentriert, beim Tippen selbst klingt nach kürzerer Zeit aber meine Unkonzentriertheit leicht ab!

Mein Arzt für Psychiatrie hat eine andere Meinung als der Gutachter, trotzdem war er nicht bereit, mir vorm Sozialgericht entsprechend zu helfen, wie manch andere "Flachkundige??" alle auch nicht.

Deswegen ist es sehr wohl möglich, mich wegen ADHS zu behandeln, da der Gutachter mein ADHS nur mal so eben weginterpretiert hat, mich als Betroffenen mit meinen Symptomen aber nicht ernst genommen hat. (kann man alles in meinen Thread, den ich nicht zu Ende kommentiert habe bisher, nachlesen)

Sollte ich mal Medikamente nehmen, und die würden irgendwie anschlagen, wären die Ergebnisse des aufgedrückten Gutachtens ADHS betreffend eindeutig falsch.

Im Endeffekt geht es ja um mich, indem ich auch versuche, mit meiner Automatenabhängigkeit umzugehen, ohne mich zu verschulden und "kaputtzumachen". Früher hatte ich schon paarmal mein Konto ordentlich überzogen, da muss man aufpassen, dass man nicht in Abhängigkeit der Banken gerät.

PS: Etwas "Pathologisches" an meiner Spielsucht wurde auch nicht anerkannt, nur eine leichte Form, die Gesetzgebung machts möglich, mich über den Tisch zu ziehen (Automaten sind angeblich nicht mein Lebensmittelpunkt!!)
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Weggetreten » 2. Oktober 2019 07:27

Ja Elwirra, hätte ich doch mal gewusst 2007/2008, was ADHS und MPH ist......und möglicherweise, wie das Ganze wirkt!! Es wäre alles finanziell sehr viel besser bei mir!! Aber wer weiss, stur wie man ist, spielt man lieber weiter mit dem Feuer!! Alles im Endeffekt noch spekulativ....

Auch wer sich hier im Forum mit ADHS anmeldet, medikamentiert wird (Suchtproblematiken sollte ziemlich zurückgehen) sollte sich doch an ein erhebliches, kostenintensives Problem erinnern und es in diesem Bereich mal kurz ansprechen.

Auch in manchen Suchtforen kam in dieser Richtung mit ADHS und Sucht nichts rüber. Man liest ja auch imner wieder, dass viele Menschen es unabhängig vom ADHS?? angeblich nicht schaffen, von diesen Kisten loszukommen.

Immerhin haben sie es schon geschafft, Menschen vom Spielen durch die "ganzen Pausenvorgaben" abzuschrecken. Aufgezwungene Pausen sind nichts für ungeduldige Menschen wie mich.
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Raupi » 4. Oktober 2019 21:41

Ich glaube, dass bis heute noch immer die wenigsten Süchtigen ADHS diagnostiziert werden. So wie die (angeblich oder tatsächlich) 59% ADHSler unter den Psychiatrie-Patienten.

Mein Bruder legt mittlerweile mit seinen fast 50 Jahren eine vermutlich etwa 35jährige Suchtkarriere hin, wahrscheinlichkeit ist er, seit er 40 zunehmend arbeitsunfähig.

Ich habe kaum Kontakt zu ihm, erfahre das Meiste über meine Eltern.

Letztes Jahr im Dezember telefonierte ich mit ihm, erzählte ihm von meiner Diagnose, meinen Einsichten zu unserer Mutter, die sehr viele ADHS Symptome zeigt, und fragtd ihn, ob er denn nie getestet worden sei bei seinen zahlreichen Aufenthalten in Kliniken und Ambulanzen bzw. ob das mal jemand nahegelegt hätte. Da sagte er, es solle im Januar 2019 getestet werden. Bei einem Telefonat im März antwortete er ausweichend, dass er noch nicht getestet worden sei... nun ja... chaotisches Dasein eines Süchtigen... ich vermute, dass er am Tag des Termins "Land Unter" hatte...

Also dieser konkrete Fall zeigt mir, wie es um die deutsche Psychiatrie steht... und hierbei handelt es sich um die Charité... ich kann es auch nicht so recht fassen...

Von daher läuft wohl immer noch die große Mehrheit der Süchtigen ohne Testung oder auch nur Vermutungen oder Empfehlungen durch die Gegend und machen einfach weiter so in ihrem schlimmen Dasein. Ja und dann denken sie wahrscheinlich, dass sie eh die Medikamente nicht bekommen werden, weil sie eine Suchtkarriere haben...
LG, Raupi

"Wait, have I been talking to myself this whole time? Well, that's embarrassing."
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von ULBRE » 4. Oktober 2019 23:54

Hallo,

Alkohol und Nikotin verringern bei KURZFRISTIGEM Konsum Stress.
Das ist der (kurzfristige) Anreiz, abgesehen davon, das AD(H)S langfristige Ziel und Belohnungen weniger goutiert als NIchtbetroffene.

Langfristiger / dauerhafter Alkohol- oder Nikotinkonsum verringert dagegen die Stressresistenz.
Wenn dann also ein AD(H)Sler mal von dem Zeug loskommt, merkt er wohl schon, dass es ihm insgesamt besser geht...

So meine derzeitige Theorie...

Viele Grüße

UlBre
Seit 19.10.19 ist die überarbeitete ADxS.org-Seite online.
Was können wir noch besser machen ? Feedback sehr gerne dort auf Feedbackformular. Danke !
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von K_Punkt » 5. Oktober 2019 12:19

Ich habe Jahrzehnte lang gekifft, damit der Kopf wenigstens am Abend Ruhe gibt.
Ob das eine Sucht, oder eine Selbstmedikation war,
lieg wahrscheinlich in den Definitionen der Begriffe vergraben.

Nach fast einem Jahr ohne muss ich gestehen, dass mir die Ruhe nach dem kiffen schon manchmal fehlt,
aber ich keinerlei Verlangen habe.
Auch nicht, wenn andere Menschen in meiner Gegenwart kiffen.

Ich würde es ja gerne mal wieder probieren, aber das kann ich meiner Ärztin bestimmt nicht erklären.

Liebe Grüße K.
Drei
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Re: ADHS und Sucht

Beitrag von Drei » 6. Oktober 2019 23:29

K_Punkt hat geschrieben:
5. Oktober 2019 12:19
Ich habe Jahrzehnte lang gekifft, damit der Kopf wenigstens am Abend Ruhe gibt.
K_Punkt hat geschrieben:
5. Oktober 2019 12:19
Ich würde es ja gerne mal wieder probieren, aber das kann ich meiner Ärztin bestimmt nicht erklären.
Macht Deine aktuelle Medikation Deinen Kopf nicht frei?
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