Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
timsmama77
Pagemaster
Beiträge: 93
Registriert: 17. November 2010 14:32

Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon timsmama77 » 13. August 2014 11:06

Hallo Ihr Lieben,

Sohnemann (10 J.) hat nun jahrelang nachts einen Platzhalter getragen und es soll nun in die Vorbereitung für die feste Spange gehen.

Dazu habe ich einen gepfefferten KV von der Kieferorthopädin bekommen mit diversen privaten Leistungen, weil die Kassenleistung nur das Nötigste vorsieht. Meine Frage dazu: uns wurden "bioaktive superelastische Bögen" vorgeschlagen, statt der "starren" Bögen, die die KK zahlt. Das allein soll uns 690 Euro kosten (Ammerkung dazu auf dem KV: Anzahl der zusätzlichen Bögen gehen gemäß § 12 Abs. 1 über das Maß der Notwendigkeit hinaus).

Wer hat Erfahrungen dazu?

Danke für eure Rückmeldungen.
timsmama77
Elchi
Foruminventar
Beiträge: 1903
Registriert: 7. November 2011 12:49

Re: Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon Elchi » 13. August 2014 11:56

Hallo Timsmama,

meine Kinder haben alle beide ihre Kieferorthopädische Behandlung in vollem Umfang von der Kasse bezahlt bekommen und das Ergebnis ist absolut zufriedenstellend.
Wir haben auch damals solche "Turbobogen" angeboten bekommen, mit denen angeblich die Behandlung um "bis zu drei Monaten" kürzer sein sollte.
Ich habe damals dankend abgelehnt (den etwas pikierten Blick der Kieferorthopädin habe ich gekonnt ignoriert  :811: ).

Mein Gefühl war damals einfach, dass die versuchen, da irgendwie mit schwammigen Versprechungen ("bis zu" beinhaltet ja auch, dass es vielleicht doch genauso lange dauert. Wer will das kontrollieren, man hat ja keinen Vergleich) noch ein bisschen mehr Geld zu machen.

Die Kassen bezahlen da wohl üblicherweise schon die sinnvollen Dinge.

Was bringen denn eigentlich "superelastische Bögen"??? Die Bögen sollen doch die Zähne in eine neue Richtung lenken. Je elastischer die sind, um so schwieriger dürfte das doch wohl werden? Wenn man ganz gemein ist, könnte man unterstellen, dass es damit länger dauert, was ja für den Zahnarzt nicht unbedingt zum Nachteil ist?

Außerdem erinnere ich mich, dass für unsere Kinder die Bögenwechsel immer nicht so prikelnd waren, weil durch den Druck auf die Zähne immer erst mal "weiche Kost" angesagt war. Aber nach ein bis zwei Tagen war wieder alles in Ordnung. Wenn die Bögen dann nicht starr, sondern elastisch sind, könnte dieses unangenehme Gefühl dann nicht noch länger bestehen? Ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber ich wäre mit solchen Angeboten vorsichtig.

LG
Elchi
lenilein
Foruminventar
Beiträge: 730
Registriert: 30. März 2013 14:23

Re: Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon lenilein » 13. August 2014 12:20

Hallo,
vielleicht wäre es auch ratsam, wenn ihr mal den Kieferorthopäden wechselt?

Das hat meine Mutter damals auch gemacht mit meinem Bruder und mir. Der 1. wollte uns beiden sofort teure-super-Spangen andrehen. Da wollte meine Mama sich eine zweite Meinung holen und ich habe erst 1 Jahr später eine Spange bekommen, die von der Krankenkasse bezahlt wurde. Mein Bruder wurde sofort behandelt, das wurde allerdings nicht bezahlt, weil er nicht in dieses "Notwendigkeits-Raster" passte.

Also ich denke eine zweite Meinung kann ja nicht schaden.
bin ich außergewöhnlich, bin ich anders, bin ich besonders, nein ich bin einfach ich jeder, der das nicht so sieht, der ist es nicht!
________________________________________________________

Geb. 1997
ADS-Diagnose seit 05.2013
timsmama77
Pagemaster
Beiträge: 93
Registriert: 17. November 2010 14:32

Re: Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon timsmama77 » 13. August 2014 12:38

Den Arzt zu wechseln finde ich schwierig. Wir sind neu in OWL und sind auf Empfehlung der Kinder ZA bei der Kieferorthopädin "gelandet".

Die 3 großen Posten auf dem KV sind halt diese Bögen, die spezielle KFO Prophylaxe für das Versiegeln der Glattflächen vor dem Aufkleben der Brackets und die Nance Apparatur und Pendelum (als Alternative zum Außenbogen den Junior 14-18 Stunden täglich tragen müsste). Das Letzte ist halt notwendig um erst einmal Platz zu schaffen für Zähne, die durch die Fehlstellung nicht durchbrechen können. Und da bin ich mir auch sicher, ihm nicht den Außenbogen "an tun" zu wollen.

Aber ob diese speziellen Bögen wirklich so viel schmerzfreier und schneller wirken..??
Elchi
Foruminventar
Beiträge: 1903
Registriert: 7. November 2011 12:49

Re: Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon Elchi » 13. August 2014 12:52

Vielleicht müsst Ihr ja den Arzt nicht gleich wechseln, aber eine zweite Meinung einholen, das sollte bei so einem Kostenaufwand doch möglich sein, ohne den Arzt zu "vergrätzen"?

Hast Du mal mit der Krankenkasse gesprochen? Vielleicht gibt es da ja jemand, der sich ein bisschen mit dem Thema auskennt und weiß, warum die Kassen das nicht übernehmen (vielleicht, weil es nicht besser funktioniert, als die normalen Bögen).
Dass Du dem Kind diesen Außenbogen ersparen möchtest, kann ich verstehen. Aber, dass das mit "elastischen Spazialbögen" machbar sein soll und mit "normalen" Bögen nicht geht, finde ich etwas seltsam.
Kann es sein, dass man versucht, mit der Drohung "Außenbogen" die teuren Spazialbögen durchzusetzen?

Eine teure Versiegelung der Zähne haben unsere Kinder vor den Brackets nicht bekommen. Bisher haben sich keine bleibenden Schäden gezeigt (die Dinger sind bei beiden seit etwa 3-4 Jahren raus). Ich glaube auch nicht, dass da noch was kommt  :zwink:

LG
Elchi
lenilein
Foruminventar
Beiträge: 730
Registriert: 30. März 2013 14:23

Re: Kostenvoranschlag kieferorthopädische Behandlung

Beitragvon lenilein » 13. August 2014 14:02

Also ich würde dir wirklich dringend dazu raten, dir noch eine zweite Meinung einzuholen. Du kannst dir ja einfach mal einen alternativ Kieferorthopäden anschauen ohne dem anderem sofort zu entsagen.

Es gibt so viele verschiedene Arten von Zahnspangen und Bögen und Vorbehandlungen und Nachbehandlungen usw. Ich habe so das "billigste" Programm bekommen musste die Zahnspange leider auch (3 oder 4 Jahre tragen), aber ich habe ein schönes Ergebnis. Schöner, als manche, die noch ein extra Spleeching bekamen und tausend Sonderbehandlungen. Eine Freundin von mir hatte auch so ein ganz besonders tolles Teil, ist es schnell losgeworden, hatte so eine super tolle Nachbehandlung, dass sie nach 6 Monaten noch mal eine Spange bekam, weil sich die Zähne wieder verschoben haben...

das noch mal zum Thema teure/billige Spangen...
bin ich außergewöhnlich, bin ich anders, bin ich besonders, nein ich bin einfach ich jeder, der das nicht so sieht, der ist es nicht!
________________________________________________________

Geb. 1997
ADS-Diagnose seit 05.2013

Zurück zu „Körper und Gesundheit*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste