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Autor Thema: Gibt es eigentlich auch ADSler die ohne große Probleme durchs Leben gehen?  (Gelesen 478 mal)
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Dalisay
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« am: Juli 29, 2010, 18:48:14 »

Ich mein welche die keine Job und Beziehungsprobleme haben. die eigentlich weitestgehend ein normales Leben führen??
Oder bringt AD(H)S tatsächlich nur ein Haufen Probleme mit sich?
Ich meine es gibt doch bestimmt eine Menge die normal intergiert sind oder?
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AntwortFrage
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« Antworten #1 am: Juli 29, 2010, 18:51:08 »

Beziehungsprobleme und so weiter haben wohl auch die meisten nicht Adsler,aber ich kenne jemanden der auch mit ADHS ziemlich gut durchs Leben gekommen ist/kommt. Er war zum Glück auch schon als Kind in Behandlung.
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Coaching bei ADHS in Paderborn, Lippstadt und Umgebung
Dalisay
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« Antworten #2 am: Juli 29, 2010, 18:59:38 »

Bei einer Bekannten von meiner Mutter wurde ADS erst mit 37 diagnostiziert.  Sie führte davor trotzdem ein normales Leben. hatte Verkäuferin gelernt, geheiratet und später zur Krankenpflegerin umgeschult. Danach hat sie noch eine Weiterbildung zur Fachkrankenschwester für Anästhesie gemacht ohne große Probleme. Das einzige war halt nur das sie halt irgendwie mehr lernen musste als andere.
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KleineFeder
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Atlasspinner


« Antworten #3 am: Juli 29, 2010, 19:17:54 »

AD(H)Sler sind so bunt gemischt wie das Leben.

Also ich will damit sagen, dass es AD(H)Sler gibt die ganz arg Beeinträchtigungen haben und AD(H)Sler, die kaum beeinträchtigt sind.

Deshalb sagt man auch das AD(H)S eine Spektrumsstörung ist, wo es von schwerwiegend bis leicht betroffen alles drin ist.

In einem Vortrag über AD(H)S bei Erwachsenen, hat der Dozent erzählt, dass nur ein kleiner Teil, der Menschen, die AD(H)S haben für wissenschaftliche Forschungen relevant sind, also genau das Bild der Diagnosemanuale wie ICD-10 oder DSM-IV haben. Die anderen sind im Spektrum angesiedelt zwischen "ICD-10"-Diagnosebild und Normalo.


LG, KleineFeder
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Dalisay
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« Antworten #4 am: Juli 29, 2010, 19:58:18 »

ich merk das bei mir: z.B dieses jahr hab ich ein Abschlusszeugnis von 2,6 das hat mich wirklich sehr gefreut und zwar 1. weil ich mich wirklich auf den Hosenboden gesetzt hab, und 2. weil mir meine Familie immer wieder viel Mut zugesprochen hat. das war ein richtiger Ansporn.
Dagegen wenn mir jemand immer wieder erklärt das kannst du nicht, dann lässt meine Leistung rapide nach. So wie meine Lehrerin das ganze Jahr es mit mir gemacht hat. Zum Schluss hab ich bei ihr im Praxisunterricht überhaupt keine Mühe mehr gegeben.
Also meine Leistung zu steigern indem man man ständig kritisiert funktioniert  vielleicht bei anderen, bei mir aberr überhaupt nicht. ich brauche viel eher Unterstützung und Zuspruch um gute Leistungen zu erzielen.

Wie beschreibt man eigentlich einen schwer-ADS-betroffenen? und ein mittelschwer betroffenen?

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heftignorre
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« Antworten #5 am: Juli 29, 2010, 21:11:38 »

Ich habe meine Arbeitsstelle seit 21 Jahren mit einer gesunden Sattelfestigkeit. Meine Frau kenne ich seit 26 Jahren, und wir würden uns wieder heiraten.
Meintest du sowas in dieser Art, Dalisay ?
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Bruce Lee
papillonindigo
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Eine Chaosprinzessin


« Antworten #6 am: Juli 30, 2010, 08:30:32 »

Hallo,

Da gibt es mein vater und meine grossemutter... Beide haben typische ADS-merkmal aber sind gut durch leben gekommen, mit gute kompensationstrategien.

Mein vater: hat studiert, hat zwar viel stelle gewechselt, aber konnte seine 5 köpfige familie ernähren. Seit bald 40 jahre glücklich verheiretet mit meine mutter. Er hatte auch eine beruf die seine neigungen und interesse entsprochen hat (informatik) und konnte immer auch in eine ruhige ort arbeiten in seine tempo.
Und noch: seit lange teilzeit (80%-90%) und als hobby familieleben, obwohl laute kindern für ihm oft zu viel war 

Meine grossmutter: vorwiegend als haushalthilfe gearbeitet, dann geheiratet und 3 söhne aufgezogen. Wenn sie gekocht hat, war eintrittverbot inder küche für die ganze familie und sonst wenn sie etwas erledigt hatte, hat sie geschaut dass sie um sich ruhe hat und wenig ablenkungen. Mittagschlaf war ihr heilig.

Auch eine freundin von mich, ohne diagnose, aber sie sagt sie erkennt sich eindeutig in der hypo: sie lebt sehr nach ihre typus nach, hatte ein beruf gelernt die ihr liegt, immer teilzeit gearbeitet und doch geld auf die seite gelegt. Ist sie ausgewandert, lebt von mieten die sie aus 3 wohnungen bekommt (obwohl nicht immer so einfach ist). Sie hat mich schon gesagt sie könnte sich nicht mehr vorstellen "ganz normal" zu arbeiten... Aber sie hat schon eine buch geschrieben und hat viele talenten in verschiedene bereich.

Zitat
Wie beschreibt man eigentlich einen schwer-ADS-betroffenen? und ein mittelschwer betroffenen?

So wie ich mich errinere: leicht betroffene haben leichte problemen und kommen ohne medis zu recht, aber infos über ADS und kompensationstrategien zu haben ist hilfreich.
mittelschwer: haben in eine bereich deutlich problemen: mühe eine job zu behalten, oder mühe eine partner zu behalten. Oft brauchen sie medis und mit therapie können eine einigemasse normale leben führen (ich gehöre dazu).
schwerbetroffene: haben oft mit der gesetze problemen und sind deutlich am rand von gesellschaft gerutsch (suchtproblemen, kriminalität). Können auch mit medis & Co geholfen werden.

lg
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Für schreibfehler habe ich 2 Gründe:
Ich bin fremdsprachig (Französisch) und bin sehr schlecht in grammatik
Ich habe ADS und mache dauernd flüchtigkeitfehler
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Dalisay
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« Antworten #7 am: Juli 30, 2010, 09:58:05 »

Ich bin immernoch auf der Suche nach einem Beruf der zu mir passt (langsame arbeitsweise)
Ich mach ja noch ein Jahr Schule und es ist so das die Schule 1 Tag pro Woche ein Praktikum in einem Betrieb der Hauswirtschaft und Ernährung vorschreibt (aber nicht GastronomieI)
Ehrlich gesagt seh ich da schwarz was mir meine Lehrer erzählt haben. aber ich hab Ehrgeiz.

Will ja Diätassistentin und später Ernährungsberatung (also nicht in einer Großküche arbeiten) machen.

Bereich der Hauswirtschaft was hei´t das? vielleicht in der Küche eines Krankenhauses oder Pflegeheimes arbeiten? Geht es da sehr stressig zu?
In unserem Ort (6000 Einwohner) haben wir ein Krankenhaus... aber ich will nicht gerade dort hin wo es superstressig ist. Obwohl das KH hier bekommt das essen eigentlich nur noch geliefert, aber trotzdem muss es da doch hoch her gehen? ich weiß aus Erfahrung das das nix für mich ist.

allerdings frag ich mich dann auch ob Diätassitenz denn was für mich ist, weil die arbeiten ja in der Ausbildung zum Großen Teil in der Großküche? Aber die kochen da nicht die ganze Zeit oder?  Kochen macht mir ja viel Spaß aber ich könnte mir jetzt nicht vorstellen Gerichte für 50,60 Leute auf einmal zu kochen
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papillonindigo
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Eine Chaosprinzessin


« Antworten #8 am: Juli 30, 2010, 10:14:45 »

Hallo Dalisay,

Musst du wirklich dadurch gehen um dein ziel zu erreichen? ich bin auch hypo und würde mich in eine grossküche oder überhaupt in eine küche nicht wohl fühlen und schnell an meine grenzen kommen. Hingegen sehe ich etwas wie diät assistentin oder ernährungsberatung für eine hypo sehr geeignet: wenn es um beratung geht, oder gesaltung von menü ist viel ruhiger und passt besser.

Noch wegen kochen: es ist sicher schon weniger stressig und mehr sturkturiert wenn du für ein spital, ein heim oder eine kantine arbeitest als für eine normale restaurant... Ich würde auch ehe eine kleine küche bevorzügen. Was auch sehr wichtig ist: das team! Wenn du mit leute bist die dich so annehmen wie du bist und dich auch verstehen wird viel besser gehen.

Was du auch noch machen kann: lernt dich gut kennen, informiert dich über ADS um einfach deine bedürfnissen, stärken und schwäche zu kennen und dann kannst du auch mit andere menschen versuchen zu verhandeln. Wenn du ein auswahl hat mit praktikas, kannst du auch sagen was du lieber hättest. Mit die leute dort, kannst du auch sagen dass du langsam und ablenkbar bist, aber doch sehr gerne kochst. Bei kochen können handwerklich geschickt und kreativität auch willkommen sein. Dann würde ich auch bei praktika ein ort wählen wo du dich wohl fühlst mit die menschen.

Eine andere ADS-problem ist auch planen und priorität setzen. Manchmal kann man dort auch auf arbeit hilfe bekommen.

lg
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« Antworten #9 am: Juli 31, 2010, 10:06:18 »

Ich glaube, kein Mensch geht völlig ohne Probleme durchs Leben.  Dazu ist der Mensch einfach zu menschlich.

Mein ADS hat mir nur da Probleme gemacht, wo ich versucht habe, mich  äußeren Bedingungen anzupassen.  Mein Uni-Studium musste scheitern, weil es für mich einfach eine Nummer zu groß war und ich eher Praktikerin als Theoretikerin bin.  Auch werde ich nie die perfekte Hausfrau sein, weil ich einfach zu vielseitig interessiert bin und eben nicht besonders gut organisieren kann.

Ich finde die Bücher von Lynne Weiss sehr gut, die brauchbare Tips gibt, wie man sich mit seinem ADS im Alltag und in der Berufswelt besser zurecht findet.

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Dalisay
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« Antworten #10 am: Juli 31, 2010, 11:07:39 »

Meinst du der Beruf der Diätassistentin ist durchaus geeignet für Hypos?
@papillidongo
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« Antworten #11 am: Juli 31, 2010, 14:25:29 »

Zitat
Ich bin immernoch auf der Suche nach einem Beruf der zu mir passt (langsame arbeitsweise)
Restaurator/in für Bilder und Wandmalereien.
Langsamer geht es nicht, weil wenn du zu stressen beginnst ist das Bild über den Jordan......
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« Antworten #12 am: Juli 31, 2010, 14:46:26 »

Ich mein welche die keine Job und Beziehungsprobleme haben. die eigentlich weitestgehend ein normales Leben führen??
Oder bringt AD(H)S tatsächlich nur ein Haufen Probleme mit sich?
Ich meine es gibt doch bestimmt eine Menge die normal intergiert sind oder?

Durchaus Möglich, allerdings wird sich jemand wohl kaum auf ADS Testen lassen wenn er/sie keine Probleme haben.
Heisst also das diese Frage wohl nie beantwortet werden kann.
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Atlasspinner


« Antworten #13 am: Juli 31, 2010, 17:15:49 »

Meinst du der Beruf der Diätassistentin ist durchaus geeignet für Hypos?

Mach Dich doch einfach mal ausführlich über das Berufsbild schlau...vielleicht kannst Du ja auch mal ein Praktikum machen um zu schauen ob es Dir liegt.

Also wenn ich richtig gelesen habe arbeitet ne Diätassistentin nicht kochenderweise in einer Großküche, sondern hat eher beratende bzw. vermittelnde Funktion zwischen Arzt und Patient.

Ich denk mal pauschal kann man nicht sagen dass bestimmte Berufe speziell für Hypos geeignet sind...denn was hilft der beste Hypo-Beruf, wenn er Dir keinen Spaß macht...

LG von KleineFeder, die seit 14 Jahren in einem pharmazeutischen Betrieb arbeitet und auch Hypo ist (garniert mit HB und mit ein paar Aspergerzügen)
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« Antworten #14 am: Juli 31, 2010, 17:45:37 »


Es wird sicherlich ADHS`ler geben, die nicht so viele Probleme haben, und auch von Anfang an, das passende Umfeld hatten, in einem Job angekommen sind, der Ihnen Spaß macht, und gut kompensieren können.

Meiner Meinung nach, gehört das alles zusammen und ist ausschlaggebend für den weiteren Weg.
Natürlich kommt dann noch hinzu wie ausgeprägt das ADHS ist.

Da braucht es schon ein sehr Verständnisvolles Umfeld, meiner Meinung nach lieber ein kleines, das Verständnisvoll ist, als ein großes, wo man mit den Ellenbogen irgendwie versucht zurecht zu kommen - denn dort ist es auch schwieriger Verständnis zu bekommen, dort zählen nicht so die belange des einzelnen.
Vor allem kann man sich in ein kleines Umfeld auch besser einfügen, es sind nicht ganz so viele Personen und Charakteren mit denen man zurechtkommen möchte / muss - denn man will nach Möglichkeit mit allen gut zurecht kommen, sonst hat man wieder eine zu stark angespannte Emotionale Basis.

@ Dalisay,

ich würde mir einen Praktikumsplatz suchen, wo nicht so viele Menschen sind - Großküche käme für mich nicht in Frage - hat mehr Reize, die emotionale Belastbarkeit ist höher, wie auch schon weiter oben genannt. Und das Stresslevel ist nicht ganz so hoch, weil alleine schon die beiden zuerst genannten Punkte nicht nicht in dem Maß zutreffen.  - Stress gibt es beim Arbeiten immer wieder - warum dann noch zusätzlichen einbauen der nicht notwendig ist.

Warum sollte eine Beratenden - Vermittelnde Tätigkeit nichts für Dich sein?
Ich finde es sollte eine Tätigkeit sein, die Dir Spaß macht, dann wirst Du sie auf jeden Fall gerne machen, und auch damit zufrieden sein, finde das ist auch ein sehr wichtiger Punkt.

Denn was man nicht gerne macht - versetzt einen zusätzlich unter Druck. Was auch wieder zusätzlichen Stress bedeutet.
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Gnarls
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« Antworten #15 am: August 03, 2010, 10:38:15 »

Naja, ohne Probleme wäre wohl utopisch. Ich komme halt sehr gut damit klar. Habe gute Studienleistungen, muss aber viel dafür tun. Wenn andere Stoff in 20 Stunden lernen brauch ich halt 40 Stunden Lernzeit, weil ich viele Pausen brauche und mich leicht ablenken lasse. Im Endeffekt sind die Noten aber gleich. Auch im Praktikum waren meine Chefs super zufrieden. Die Fehler, die ich mache (vieeeeeeele Flüchtigkeistfehler) mache ich auf der anderen Seite durch gute Ideen, Einsatz und "Soft-Skills" wett.
Gleicht sich alles irgendwo wieder aus...Einfach ist anders, aber es funktioniert...
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« Antworten #16 am: August 03, 2010, 20:52:27 »

Ich hatte auch große Probleme.
Eigentlich lief gar nichts normal.

Beruflich
Gundschule ging noch, wenig Freunde, Hausaufgabenprobleme, aber im Garten den ganzen Tag gebuddelt.
Realschule geschafft, mich in Englisch von 5 auf 3 verbessert durch einen Nachhilfelehrer der mir eine Tür geöffnet hat.

Ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte, meine Mutter meldete mich an der Fachoberschule an. Fachabitur mit 18, Note 3,4.
Ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte, mein Vater meldete mich fürs Studium an.
Versagt.
 
Keine Fähigkeit zur Selbstorganisation.
Ich hab meinen Eltern gesagt ich fahre zur Fachhochschule, in Wahrheit ging ich Wandern und schob Panik wann es rauskommt.
Es kam raus.

Ich war eine Zeit lang Arbeitslos.

Ich bekam eine Putzstelle in der Praxis in der ich später einen Ausbildungsplatz bekam. Wechsel der Stelle wegen Mobbing am Ende vom zweiten Lehrjahr. Das dritte Lehrjahr hat mich die Konkurenz aus Rache am ehemaligen Geschäftspartner (mein Exchef) formell übernommen.
Ich war danach arbeitslos.

Ein anderes Studium begonnen, habs versucht, war irgendwann völlig fertig gewesen, Abbruch.
Danach wurde ich krank, seelisch, alles sinnlos, jede Mühe umsonst.
Es hat eine Zeit gedauert bis ich wieder auf den Beinen war.

Zur Zeit mache ich mein Abitur nach.
Was danach kommt weiß ich nicht.
Notenschnitt ist jetzt 10 bis 11 Punkte. Ich arbeite mit Begeisterung die ich in mir selbst entstehen lasse. Ich überrede mich zu Begeisterung, anders lerne ich nichts.
Ich fürchte mich vor der Zeit danach.
30 und beruflich geht nichts.

Beziehungen
Mit 12 habe ich einen Liebesbrief an einen Jungen geschrieben, mehr aus Pflichtgefühl. Alle haben sowas gemacht.
Verliebt war ich nie.
Mit 25 habe ich einen Mann über das Internet kennen gelernt. Er war schwer depressiv. Wir haben viel geredet und uns schätzen und lieben gelernt. Seit 4 Jahren leben wir zusammen, seit 4 Jahren nimmt er Medikamente, seit 4 Jahren geht es ihm gut, sein Leben ist aus seiner Sicht jetzt schön, er studiert und arbeitet paralel und zieht alles durch. Er sagt ich sei sein Zuhause  :wu:
Liebe, ja, gewachsene.
Sex, nein, keine Lust.
Zärtlichkeit, ja, wir haben dieselben Grenzen.

Was ist schon normal?

Viele Grüße
Ulrike

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