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Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Thema: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt (Gelesen 310 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Dalisay
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Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
«
am:
Juli 28, 2010, 10:47:01 »
Hallo,
ich interessiere mich für eine Ausbildung zur Diätassistentin. hab mich auch schon über den Beruf informiert, und würde auch sagen das es mir zusagen würde, die Aufgaben die man dort machen muss.
Aber jetzt kommt das große Problem: ich bin hypoaktiv, d.h zu langsam, zu vergesslich, zu schusselig, ich hab schon verschiedene Prakikas gemacht und jedesmal hieß es der Beruf wär nix für dich.
Diesmal will ich aber wirklich sicher gehen das meine jetzige Berufswahl nicht wieder ein Reinfall wird. Immerhin interessiere ich mich für gesunde Ernährung und Ernährungskrankheiten und koche eigentlich auch gerne (zuhause).
Leider hab ich keine Ahnung wie ich diese Probleme angehen soll. Selbst wenn ich mich wirklich anstrenge schneller zu werden klappts nicht. Je schneller ichw as machen soll um so mehr Fehler hau ich da rein, egal um was es geht.
Und dann die vielen Informationen die auch mich einprasseln, mach dies mach das, das ist zu viel auf einmal. Ich kann nicht mehrere Sachen gleichzeitig machen. z.B wie bei meinem Praktikum als Bäckereifachverkäuferin. Bedienen, gleichzeitig auf die Brötchen im Backautomaten aufpassen, dann noch Abwasch und soweiter.
das krieg ich jetzt nicht so wirklich auf die reihe. besser wärs wenn man eine Arbeit nach der anderen abarbeitet.
kommt es denn bei Diätassistentinnen auf Schnelligkeit an? Ich hab mich informiert und weiß das der Beruf auch viel Theorie abverlangt, das wär ja kein Problem für mich.
Hm wenn das nichts ist, kann man denn eventuell einen anderen Beruf wählen?
Also er sollte schon so im Bereich Soziales oder Gesundheit sein, da Berufe mit viel Mathe, oder Fingergeschick (z.b Zahntechniker) oder berufe wo man wirklich sehr genau arbeiten muss echt nix für mich.
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papillonindigo
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Eine Chaosprinzessin
Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #1 am:
Juli 30, 2010, 16:20:31 »
Hallo Dalisay,
Zuerst denke ich grundsächlich dass es in jeden beruf viel verschiedene möglichkeiten gibt zu arbeiten. Vielleicht in jeden beruf gibt es möglichkeiten in ruhe und langsam zu arbeiten.
Was macht eine diätkochin? Was gibt es als mögliche arbeitsgebiet? Gibt es dort möglichkeiten wo du mit deine art gut ankommst? Ich finde es eigentlich eine interessante beruf und zu eine hypo passend, so lange dass der umfeld stimmt.
Wie wäre mit ernährungberatung? Kochkursen selber geben?
Sonst ist im arbeitswelt wirklich eine tücke drin: was "einfach" ist für stino und von jeden abverlangt ist oft genau was ADSler nicht gut machen können.
Wie du dein praktikas beschreibst, habe ich auch am jobs erlebt und auch bei mich ist es gar nicht gut gekommen. Auch mit medis könnte ich solche job nicht gut machen.
Kannst du darüber über deine schwierigkeiten reden? Dafür muss du gar nicht ADS bei name nennen, es genügt wenn du von schwächen und stärke redest. Wenn du im team arbeitest, könntest du auch probieren die arbeit anders zu aufteilen. Vielleicht sagst du dass du mit auf vieles gleizeitig achten sehr mühe hat und daher froh wäre wenn dich einige aufgaben zugeteilt wird. Immer wenn möglich, hatte ich probiert einiges mit der team zu verhandeln. Einfach ist es auch nicht und manchmal klappt es auch nicht!
Hast du auch eine auswahl was du für praktika machen kann? Kannst du dich etwas aussuchen der deine art besser passt?
Ich finde schade dass es zu dein wunschberuf der vielleicht gut zu dich passt, dass du dabei so grosse hürden findest wo du nur anneckt.
Wenn der arbeit von dein wunschberuf viel ruhiger sein kann als auf praktika, hast du nicht der falsche beruf gewählt, aber der weg dazu ist nicht gut...
Noch eine frage: nimmst du medis? Es tut auch schon auch helfen. Vielleicht wäre coaching auch gut, damit du lernst deine schwächen zu kompensieren.
Noch wegen langsam und vergesslich zu sein: aus erfahrung nützt nicht sich druck machen um schneller zu sein, der ergebniss ist nur noch schlechter... Lieber steht zu deine tempo und erklärt die anderen dass es sich mit die routine sicher sich verbessern kann. So weit wie möglich kannst du dich notizen machen, es macht ehe eine gute eindruck. Ich finde falsch wegen druck so zu arbeiten wie andere es wollen, statt deine eigene art selber zu finden.
Ich merke auch dass ich viel weniger vergesse und falsch mache wenn ich bei stress und hektik absichtlich noch langsamer arbeite... Natürlich gefehlt es wirklich nicht jeden und ich kann es auch nicht überall machen.
lg
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Ich habe ADS und mache dauernd flüchtigkeitfehler
(so geht es mich bei rebound)
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Frosch
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #2 am:
Juli 31, 2010, 18:23:57 »
Ich denke, das Du schon an Deinem Wunsch Beruf festhalten solltest, denn das ist für Dich auch ausschlaggebend wie zufrieden Du mit Deinem Beruf bist, und wie gerne Du ihn machst.
Den Beruf, sollst Du ja auch über Jahre wirklich gerne machen. Er umfasst ja die meiste Zeit Deines künftigen Lebens.
Schön wäre natürlich, wenn Du ein Praktikum machen könntest, wo Du auf Verständnis stößt, und Dich und Deine Schwierigkeiten auch mitteilen kannst.
So Leistungsfähig wie "normalos" wirst Du niemals sein, und auch nicht in dem Maße mit Stress umgehen können.
Umso wichtiger ist es von Anfang an, sagen zu können, wie DU am besten arbeiten kannst. Damit Du auch produktiv arbeiten kannst. Also auch gute Leistung erbringen kannst.
Bezüglich der Schnelligkeit kannst Du ja vorher abklären, das Du nicht so schnell bist, und lieber langsam gut arbeitest wie schnell miserabel, und das Du Dein Arbeitstempo sicherlich höher wird, wenn Du erst einmal eine Routine bei der Arbeit bekommen hast.
Z.B. das Du etwas mehr Spielraum benötigst um die entsprechende Aufgabe zu bewältigen. Oder das Du nicht 10 Aufgaben auf einmal erledigen kannst, sondern nur ? 3, so das es erst mal nicht so viel aussieht.
Dann aber auf Deinen jeweiligen Ansprechpartner zukommst, und nach neuen Aufgaben verlangst. Denn auf die Weise kannst Du Dich langsam auch an ein höheres Pensum arbeiten, das für Dich zu bewältigen ist.
Am Anfang ist alles ziemlich neu, und Du musst Dich erst mal auf die neue Situation einstellen, das alleine bedeutet schon Stress pur.
Die Arbeitsabläufe müssen alle erst mal richtig sitzen.
Es wäre vielleicht auch gut, einen Ansprechpartner für die erste Zeit zu haben, der Dich unterstützen kann, Dich zurecht zu finden.
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Dalisay
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #3 am:
Juli 31, 2010, 20:04:17 »
Zitat von: Frosch am Juli 31, 2010, 18:23:57
So Leistungsfähig wie "normalos" wirst Du niemals sein, und auch nicht in dem Maße mit Stress umgehen können.
Ja da hast du Recht. Aber ich denke es ist heutzutage sehr schwer auf verständnisvolle Arbeitgeber zu stoßen oder? Ich glaube eigentlich eher weniger das sie wegen einer Person ne große Ausnahme machen... vermutlich kriegt man dann eher zu hören das man den falschen Beruf ergriffen hat.
Ich mach ja noch ein Jahr Schule (Hauswirtschaft) und da muss ich ja 1 Tag pro Woche in einem Bereich der Hauswirtschaft machen, also warscheinlich in der Küche eines Krankenhauses oder Pflegeheimes.
Vielleicht kann man das ja im Krankenhaus machen? Ich mein soweit ich weiß wird in unserem (kleinen) Krankenhaus nicht mehr selber gekocht, die kriegen meistens alles geliefert, vielleicht kochen die noch Tee oder Kaffee...aber mehr auch nicht.
Irgendwer meinte mal, das wär da quasi eher Fließbandarbeit.
Ich weiß noch nicht mal ob die den Abwasch noch großartig machen oder ob der nicht auch einfach nur abgeholt wird.
Ich ha meiner Lehrerin kurz vor Schulende von meinem Berufswunsch erzählt und da kam gleich dieses bekannte: das schaffst du nicht !!!!!!!!! du bist eindeutig zu langsam !!!
du leidest an maßlose Selbstüberschätzung.. und so weiter
klingt gemein, aber vielleicht war das ihre Art mir klarzumachen das ich mich da in was verrenne??
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FatalFrame
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #4 am:
Juli 31, 2010, 21:00:51 »
Zitat von: Frosch am Juli 31, 2010, 18:23:57
So Leistungsfähig wie "normalos" wirst Du niemals sein, und auch nicht in dem Maße mit Stress umgehen können.
Ich kenne AD(H)Sler, die genauso leistungsfähig wie "Normalos" sind, außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich der richtige Weg ist sich ständig einzureden, dass man weniger leisten kann als "normale" Menschen
@Dalisay: Du könntest ja auch eine Diagnose und/oder Medikation in Betracht ziehen, wenn du mit solchen Einschränkungen zu kämpfen hast =)
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katzelarissa
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #5 am:
Juli 31, 2010, 21:14:06 »
hallo dalisay,
ich habe lange im krankenhaus gearbeitet und kann dir sagen, das es wirklich fließbandarbeit ist.
ich hatte oft den eindruck, das es schon an akkord arbeit grenzt.
schnelligkeit und genauigkeit, allein schon wegen der hygiene, ist ziemlich wichtig.
viele kleinere krankenhäuser kochen zwar nicht mehr selbst, aber die großen schon und dann wird ausgeliefert.
für die kantine im krankenhaus wird noch gekocht.
aber auch da, muß es megaschnell gehen.
die meisten haben nur eine halbe stunde pause und wollen megaschnell wieder raus aus der kantine.
den abwasch macht ein krankenhaus in der regel selbst. in großküchen, im schnelldurchgang.
ich vermute, in einem pflegeheim wird es nicht viel besser sein.
da weiß ich das aber nicht so genau.
tut mir leid, das ich dir da nichts besseres sagen kann.
liebe grüße
sonja
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Frosch
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #6 am:
Juli 31, 2010, 22:33:16 »
Zitat von: Dalisay link=topic=42764.msg572093#msg572093 date=128059585[quote author=Dalisay am Juli 31, 2010, 20:04:17
Ja da hast du Recht. Aber ich denke es ist heutzutage sehr schwer auf verständnisvolle Arbeitgeber zu stoßen oder? Ich glaube eigentlich eher weniger das sie wegen einer Person ne große Ausnahme machen... vermutlich kriegt man dann eher zu hören das man den falschen Beruf ergriffen hat.
Ich mach ja noch ein Jahr Schule (Hauswirtschaft) und da muss ich ja 1 Tag pro Woche in einem Bereich der Hauswirtschaft machen, also warscheinlich in der Küche eines Krankenhauses oder Pflegeheimes.
Vielleicht kann man das ja im Krankenhaus machen? Ich mein soweit ich weiß wird in unserem (kleinen) Krankenhaus nicht mehr selber gekocht, die kriegen meistens alles geliefert, vielleicht kochen die noch Tee oder Kaffee...aber mehr auch nicht.
Irgendwer meinte mal, das wär da quasi eher Fließbandarbeit.
Ich weiß noch nicht mal ob die den Abwasch noch großartig machen oder ob der nicht auch einfach nur abgeholt wird.
Ich ha meiner Lehrerin kurz vor Schulende von meinem Berufswunsch erzählt und da kam gleich dieses bekannte: das schaffst du nicht !!!!!!!!! du bist eindeutig zu langsam !!!
du leidest an maßlose Selbstüberschätzung.. und so weiter
klingt gemein, aber vielleicht war das ihre Art mir klarzumachen das ich mich da in was verrenne??
Da wirst Du wahrscheinlich Recht haben, verständnisvolle Arbeitgeber sind eher selten gesäht.
Aber ich denke nicht, dass das mit dem Beruf an sich etwas zu tun hat - demnach wäre dann jeder Beruf falsch.
Es würde keinen richtigen geben - denn es liegt meiner Meinung nach wirklich an dem Gegenseitigem Verständnis und am Stressfaktor.
Wenn Du noch 1 Jahr Zeit hast, kannst Du ja den 1 Tag, den Du machen musst in einem Krankenhaus machen - dann hast Du einen Einlick.
Es ist ja auch erst mal nur 1 Tag, das ist etwas anderes, wie jeden Tag.
Entweder meint Deine Lehrerin, das Du Dich in etwas verrennst - aber es könnte auch sein, das Sie möche, das Du trotzig reagierst, und dann sagst, das Du das dennoch schaffen kannst - weil Sie der Meinung ist, das Du es schaffen könntest.
Zitat von: FatalFrame am Juli 31, 2010, 21:00:51
Ich kenne AD(H)Sler, die genauso leistungsfähig wie "Normalos" sind, außerdem bin ich mir nicht ganz sicher, ob es wirklich der richtige Weg ist sich ständig einzureden, dass man weniger leisten kann als "normale" Menschen
Ich schließe auch nicht aus, das ADHS`ler genauso leistungsfähig sind, das können sie alle male sein, unter Umständen sogar noch leistungsfähiger als "normalos", besonders, wenn es ein Arbeitsgebiet ist, was Ihnen Spaß macht, und sie hyperfokussieren.
Worum es geht, ist das, was Du nach außen siehst, und wie deren eigene Empfindung ist - ist diese auch so, das sie für sich meinen genauso leistungsfähig zu sein?
Oder versuchen sie genauso leistungsfähig zu sein, oder wollen sogar noch mehr Leistung erbringen, weil sie wissen, das sie gehandycapt sind.
Es geht darum - wie sie mit dem Stresslevel klarkommen, das unter Umständen viel höher ist, durch den zusätzlichen eigenen Druck.
Ist das, über einen langen täglichen Zeitraum über Jahre, ohne nennenswerte "Schäden" durchzuhalten?
Die meisten ADHS`ler die so leistungsfähig erscheinen, enden irgendwann mit einem Burnout.
Es wird sicherlich ADHS`ler geben, die sich "einreden" nicht leistungsfähig genug zu sein, obwohl sie mehr Leistung erbringen könnten.
Es gibt aber auch welche, die überdurchschnittlich leistungsfähig sind, und denen man klar machen muss, das sie sich bremsen müssen, weil sie sonst früher oder später auf der Nase liegen.
[/quote]
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papillonindigo
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #7 am:
August 01, 2010, 13:53:08 »
Hallo alle,
@ Dalisay: wie sieht der arbeit aus als diätassistentin ? Muss du auch schnell sein, oder geht es mehr um beratung? Wenn es um beratung geht, wieso sagen dich andere leute du bist dafür nciht geeignet weil langsam? Wenn an dein wunschberuf tempo nicht der richtige kriterien ist, solltest du auch nicht darauf beurteilt werden.
Leider ist auch so dass normalos einiges verwechseln: wenn jemand langsam ist, denkt man schnell er ist dumm. Wenn jemand schon nicht mit stress umgehen kann, ist er zu nicht zu gebauchen. Viele leute sehen es leider nicht so differenziert. Aber ADSler sind in manche bereich einfach schwach, aber können, wenn der aufgabe und umfeld stimmt, sehr gute leistungen bringen. Aber oft ist der brandbreite von möglichkeiten wo gute leistungen möglich sind, ehe begrenzt.
Wäre eine möglichkeit, der nächste mal dass man auf deine schwächen anspricht (langsamkeit, mühe mit stress) dass du deutlich sagt dass es leider ausgerechnet dort ist wo du besonders mühe hat, aber dass du denkst, bei ein beruf wo man vor allem beraten muss, ohne viel ablenkungen, sehr gut geeignet wäre.
Eine beruf sollte deine interesse und deine stärken entsprechen und auch ein praktikum sollte dich eine ähnliche umfeld geben als der beruf und nicht ganz andere bedingungen. Sonst zeigt es zu wenig...
So ich denke, es wàre wichtig mal zu abklären wie es genau aussieht dein wunschberuf, was du dort genau machen muss. Wenn du dann am ausbildung auf schwàchen stosst die bei der wunschberuf unrelevant ist, ist besser, du ziehst es durch und probiert ein bisschen verständnis zu bekommen. Jeden mensch hat seine schwächen und du darfst deine auch haben!
Noch von mich wegen langsamkeit: ich bin auch eine richtige schnecke und im hektik bin ich gar nicht zu gebrauchen. Dazu werde ich in solche situation schnell gereizt und verbreite sehr gut schlechte stimmung. Damit hatte ich am arbeit immer wieder mühe und bin irgendwann zu diagnose gekommen... Dann habe ich mich entschlossen (schon vor die diagnose) keine job mehr anzunehmen die ungeeignet sind... Ich habe dann viel weniger jobs gefunden, bin seit diese zeit oft gar nicht beschäftigt oder wenig, aber es geht mich viel besser. Aber wenn ich mal ein job finde, klappt es besser und wenn es doch nicht klappt, klammere ich nicht mehr lange dort...
Eine freundin von mich sagt sogar dass ich sehr schnell aufgebe und nicht mal probiert mit die leute zu reden. Wahrscheinlich hat sie recht: mit geschickte kommunikation könnte ich doch mehr erreichen. Es ist etwas die ich lernen muss...
lg
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MrsKleeblatt
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eine Welt für eine Chaosprinzessin
Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #8 am:
August 01, 2010, 18:52:59 »
Hallo Dalisay,
Ich habe gerade mal deinen anderen Beiträge überflogen, um rauszufinden, ob du a) überhaupt eine Diagnose hast und es b) schonmal mit Medikamenten probiert hast.
Ich habe nichts dergleichen gesehen.
Beides würde ich dir aber dringend raten, zu erst in Angriff zu nehmen. Ich bin z.B. so vergesslich, ich glaube, ich könnte in keinem Beruf der Welt klarkommen - ohne Tabletten (mit ist auch alles noch schlimm genug!). Und es ist ja nicht nur die Vergesslichkeit, sondern z.B. auch dass wir emotional in aller Regel total empfindlich sind (und wenn uns was emotional mitnimmt, dann vergessen wir alles andere sowieso sofort - oder sehen keinen Sinn mehr drinn und können uns keinstesfalls noch darauf konzentrieren.).
Zu deiner Lehrerin: Viellecht sagt sie dir auch ehrlich, woran du bist. Um dir eine Chance zu bieten. Ich glaube - vielleicht etwas im Gegensatz zu meinen Vorrednern - eine ADSlerin kann sehr gut ungefähr 1000 Talente haben und nichts davon merken, weil sie nichts davon umsetzten kann. Weil sie ständig nur durch Vergesslichkeit, unzuverlässigkeit und die absolute Unfähigkeit im praktischen Handeln mal ganz normal gerade aus zu denken (und manchmal auch noch grosse motorische Ungeschicklichkeit), daran gehindert wird. U.a. weil die Aufmerksamkeitsstörung nicht nur bei den Dingen auftritt, die sie ungern macht - sondern einfach immer - rund um die Uhr.
Ich habe sogar - allerdings nehme ich das erst jetzt unter Tabletten überhaupt war - die Erfahrung gemacht, wenn mich irgendwas begeistert oder sonst wie vom Hocker reist, wenn ich mich richtig freue - dann muss ich besonders aufpassen, weil dann ist das nächste Vergessen oft schon vorprogrammiert - weil ich so abgelenkt bin.
Aber grundsätzlich: Ich bin der Meinung - manche ADSler sind aufgrund ihrer Symptomatik ohne Medikamente schlicht und ergreifend erwerbsunfähig.
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Dalisay
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #9 am:
August 02, 2010, 10:23:11 »
Ich war von 1998 bis 2004 in Wolfsburg bei Dr. Juist in Behandlung, dann ende 2004 haben meine Eltern die Therapie abgebrochen. weil mir die Therapie (Medikinet und Psychotherapie) 1. nix richtig gebracht hat und 2. auch zu teuer wurde,
Durch die Tabletten habe ich mich in der Schule nicht wirklich verbessert, im Gegenteil bin sogar sitzen geblieben und musste auf die Hauptschule wechseln.
Und jetzt nehm ich keine Medikamente und hab keine Therapie und hatte in der Schule einen Durchschnitt von 2,6. erreicht. Das hatte ich in meiner bisherigen Schullaufbahn mit den Medis und der Therapie garnicht.
Also liegt das meiste wohl an einem selber, man muss es eigentlich nur richtig wollen, wie bei normalos... dann klappts auch.
Ich hab zu das man manchen Sachen wohl mehr unterstützung braucht als andere, das müsste man aber auch ohne Medis schaffen oder?
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micha
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #10 am:
August 02, 2010, 12:29:21 »
Hallo Dalisay ,
Zitat von: Dalisay am August 02, 2010, 10:23:11
Also liegt das meiste wohl an einem selber, man muss es
eigentlich nur richtig wollen, wie bei normalos... dann klappts auch.
Ich (..geb..) zu das man manchen Sachen wohl mehr unterstützung
braucht als andere, das müsste man aber auch ohne Medis schaffen oder?
Ich bin kein Experte , aber es gibt unterschiedliche ..."Störungs-Grade" will ich´s mal nennen ...
Also die Auswirkungen der ADS machen sich unterschiedlich bemerkbar , weil man zb ...
selber schon die eine oder andere Strategie entwickelt hat , um sich selbst zu helfen .
Oder man besucht eine Schule , hat eine Ausbildung , einen Freundeskreis , eine Familie , etc ...
die zu einem passen , weil sie zb Rücksicht nehmen und / oder die eigenen Stärken fördern .
Nicht jede Störung muss mit
Arzneimittel
= Medikamenten / Tabletten behandelt werden .
Außerdem ist es ja auch noch so , das wir Menschen unterschiedlich reagieren ,
was dem Einen hilft , kann bei einem anderen zb eine allergische Wirkung auslösen .
Oder der eine Mensch braucht von einem "Stoff" nur eine geringe Dosis
und bei einem anderen wirkt etwas nur in Kombination mit mehreren Mitteln .
Bei manchen Menschen haben auch andere "Körperfunktionen" einen Einfluß ,
zb wie die Hormonkurve ausssieht oder ob die Schilddrüse richtig funktioniert .
Also ... lange Rede - kurzer Sinn :
So wenig wie möglich - so viel wie nötig
As Little as Possible - As Much as Necessary
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WINKE
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #11 am:
August 02, 2010, 23:22:46 »
Zitat von: Dalisay am August 02, 2010, 10:23:11
Und jetzt nehm ich keine Medikamente und hab keine Therapie und hatte in der Schule einen Durchschnitt von 2,6. erreicht. Das hatte ich in meiner bisherigen Schullaufbahn mit den Medis und der Therapie garnicht.
Also liegt das meiste wohl an einem selber, man muss es eigentlich nur richtig wollen, wie bei normalos... dann klappts auch.
Ich hab zu das man manchen Sachen wohl mehr unterstützung braucht als andere, das müsste man aber auch ohne Medis schaffen oder?
Würdest du denn sagen, du willst in deinen Praktika nicht einigermaßen gute, oder wenigstens für den Arbeitgeber akzeptable Leistungen erbringen? Willst du nicht die meiste Zeit deines Lebens z.B. weit weniger vergesslich sein? Würdest du nicht sau gern besser mitdenken können - so wie die anderen?
Das sind bei mir u.a. all so sachen, die erst dank Medikamenten ermöglicht werden. Meine Schulleistungen waren auch ohne Medikamente gut - weil ich auch immer sehr viel gelernt habe und extrem viel Willen und Energie da rein gesteckt habe. Wobei ich sagen würde: Für das, was ich da an Zeit und Willen und Energie reingesteckt habe, war die Ausbeute schon ziemlich schlecht.
Ich weiss es nicht, aber ich bezweifle bei mir auch, dass Medies einen extrem positiven Effekt auf den Notendurchschnitt in der Schule gehabt hätten. Denn ich glaube, ich hätte sehr gern noch viele andere Dinge so als Jugendliche mal mit mehr oder weniger Erfolg getan und gelernt, als eigentlich immer nur Schule - und alles andere war eine Katastrophe...
Ich versuche jetzt natürlich so viel wie möglich davon nachzuholen - Sport, zu dem man zwingend koordinative Fähigkeiten braucht, macht mir jetzt z.B. sehr viel Spass...
Aus Preisgründen auf Medies verzichten... Lebst du denn noch in dem Rahmen (oder wirken Medies bei dir so schlecht), dass das Verzichten auf Medies billiger kommt, als der Kauf von Medies? Das ist bei mir im Traum nicht der Fall... - obwohl ich eine sehr hohe Tagesdosis nehme.
Was ich noch sagen wollte: Ich war "schon" 27 als ich vor 3 Jahren die Diagnose ADS gestellt bekam. Mein Start ins Berufsleben war davor leider ziemlich katastrophal, so sehr dass ich heute noch massiv mit den Folgen zu kämpfen habe. Und beschrieben haben mich andere damals genauso, wie du heute beschrieben wirst - und so habe ich meine Probleme auch wahrgenommen. Aber ich wünsche keinem, zu erleben, was ich erlebt habe. Das muss man nicht erleben, echt nicht (finde ich)...
Und deswegen empfehle ich halt jedem hier, der ähnliche Symptome in ähnlichen Schweregraden beschreibt, die ich ohne Medies auch habe, sich das nicht unnötig zuzumuten. Denn das wäre für mich wie jemand, dem der Augenarzt eine starke Brille empfiehlt. Der sich die aber nie beim Optiker abholt, weil er meint: Mit ein bisschen Anstrengung und gutem Willen muss das doch auch so gehen...
Bei jemandem mit leichter Fehlsichtigkeit geht es tatsächlich "auch so". Aber jemand mit ausgeprägter Seestörung kommt vielleicht noch so einigermassen klar - aber alles, was man sehen muss, ist anstrengend und vieles vieles, auch wichtiges, wird trotz der ganzen Anstrengung einfach übersehen...
LG, Katrin
Zitat von: Dalisay am August 02, 2010, 10:23:11
Ich war von 1998 bis 2004 in Wolfsburg bei Dr.
xxx
in Behandlung.
PS: Es ist auf keinen Fall üblich hier Ärztenamen mit Orten ins Forum zu schreiben. Ob es inzwischen erlaubt ist, bin ich mir nicht sicher. Aber ich denke: eher nicht.
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Dalisay
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Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #12 am:
August 03, 2010, 10:54:15 »
Ich überleg es mir nochmal ob ich die Behandlung nicht fortführe, wenn man geeignete Therapeuten findet.. die bei uns in der Nähe taugen nämlich nicht allzu viel.. hauptsache sie haben die Chipkarte der Krankenkasse und gut ist das. Ich kenn das von meinem Bruder... der hatte mal jahrelang angeblich Ergotherapie, aber die meiste Zeit haben sie sich nicht um ihm gekümmert, nein die haben ihn schön da in einer Ecke vor sich hinspielen lassen, alleine... als meine Mutter endlich mal wissen wollte was er da genau macht, fing das so an: ach den Terrmin hab ich vergessen... dann meinte die Sekretärin dort der Chef wär im Urlaub, dann war er aufeinmal gleich danach wochenlang krank... also hat meine Mutter die Therapie abgebrochen. Der hatte nur das $ Zeichen in den Augen. wie so viele eben.
Hat auch jemand mal an die Kosten gedacht, jede Woche zweimal
37 Km zur Ergotherapie hin und wieder zurückzufahren? Praktisch total umsonst?
Also. Übrigens bin ich es gewohnt das irgendwer immer auf mir rumhackt... und wenn es diesmal nicht Mitschüler waren war es zur Abwechslung eben mal ein Lehrer.
Diese Lehrerin hat meiner Meinung nach nur drauf gewartet das sie mir egal was vorhalten konnte.
Keine Ahnung vermutlich war ich Ihr persönlicher Blitzableiter für ihre privaten Probleme.
Hätt ich ihr gesagt ich will Klofrau werden, hätte sie mir das auch noch ausgeredet.
Die letzrn Tage mit der in der Klase warenn die Hölle.
Zum Glück habe ich die Alte nicht mehr.
Man brauch sich auf nicht immer von all und jedem Verunsichern lassen.
Da muss ich Selbstbewusster werden, das ist alles.
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papillonindigo
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Eine Chaosprinzessin
Re: Große Zweifel was mein Berufswunsch anbelangt
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Antworten #13 am:
August 03, 2010, 15:51:13 »
Hallo Dalisay,
In der schule hatte ich gute noten ohne medis, aber unten mein potential (wie viele ADSler bin ich überdurschnittliche intelligent). Ausbildung ist auch gegangen, aber berufsleben war eine horror...
In der schule, oder bei eine ausbildung gibt es noch genug struktur. Man hat auch die möglichkeit zu lernen sich in ruhe zurückzuziehen und es in eigene tempo zu machen. Meine kompensation haben auch gereicht. Dazu war ich jung und noch nicht ausgebrannt...
Aber die arbeit ist, anders, es gibt viel mehr ablenkungen und stress. Mit die medis geht es besser bei der arbeit. Aber mit stress und zeitdruck, trotz medis, kann ich schlecht umgehen. Ingegen, bin ich mit medis besser konzentriert und mache weniger flüchtigkeitsfehler und vergesse weniger.
Welche dosis und welche medis bei einem wirkungsvoll ist, ist sehr individuel. In dein fall finde ich es sinnvoll es wieder mal zu probieren. Auch mit medis hat man noch einige einschränkungen, aber es hilft trotztdem sehr.
Von andere herrumgeackt, kenne ich auch sehr gut. ADSler sind gut mobbingopfer, zuerst weil sie viel mist bauen (oder anstregend sind) und dazu heftig reagieren (macht andere zum teil auch spass). Dazu kommt auch unwissenheit, falsche erwartungen und misserfolgerlebnisse.
Selbstwertgefühlproblematik sind üblich mit ADS. Aber es lass sich auch gut behandeln und ich habe der eindruck ist auch was am meistens zu eine bessere lebensqualität beiträgt. Ich bin in moment daran an diese grosse, aber schöne baustelle. Mein ziel ist wirklich mich so annehmen wie ich bin, mich nicht mehr schämen, mich als gleichwertig als andere zu sehen und daher auch meine grenzen und bedürfnissen achten und kommunizieren. Ich denke auch dass man mit eine gesunde selbstwertgefühl ehe schafft die hilfe und unterstützung zu bekommen die man braucht um zu erfolg zu kommen.
lg
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