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Autor Thema: da kann man nur mit den augen rollen :-(  (Gelesen 405 mal)
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urmely
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« am: Juli 24, 2010, 16:55:57 »

meine kinder sind allesamt ad(h)sler.

der große (jetzt fertig mit der 4. klasse) ist ein hibbeliger vielschwätzender chaot, die mittlere (fertig mit der 3.) eine träumerin erster art.

beide klassenlehrerinnen sind von anfang an informiert, dass die kinder adhsler sind und medis nehmen. beide lehrerinnen verurteilten das zutiefst und behandeln mich seither wie eine eislaufmutter. die existenz von ADHS zweifeln sie beide an.

jetzt kamen die zeugnisse. und was les ich in der bewertung beim großen "F. zeigte sich dem Unterricht gegenüber interessiert und aufgeschlossen, wenn nicht gerade andere Gegenstände oder Gedanken ihn dabei ablenkten."

bei der mittleren steht: "Interesse zeigte P. an fast allen Unterrichtsthemen, verfolgte den Unterricht zeitweise aber auch inaktiv und wirkte verträumt".

das sind ja quasi paradeeinschätzungen für adhsler (und bestätigen meine meinung, dass wir die medis neu dosieren müssen). aber natürlich haben meine kinder kein ADHS und ich bin nur eine eislaufmutter, die ihre kinder für leistungen unter drogen setzt.

das musste mal raus

lg
urmely
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Sandiris
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Huntress- ich bin eine Jägerin!


« Antworten #1 am: Juli 24, 2010, 17:24:10 »

Hallo,

ich finde deinen Beitrag ganz wunderbar!!  :smt023:

Das ist Leben von ADHS-Müttern pur!! Genau so ist es, immer wieder. Unfassbar, dass wir immer wieder abgestempelt werden von unwissenden, unflexiblen LehrerInnen, die meinen, wir dopen die Menschen, die wir über alles lieben, damit es für UNS schöner wird.

Danke für deinen Beitrag!!!  :smt023:
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(Ich editiere so oft, weil mir meine Flüchtigkeitsfehler erst im Nachhinein auffallen .... )
Coaching bei ADHS in Paderborn, Lippstadt und Umgebung
Klärchen
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« Antworten #2 am: Juli 25, 2010, 12:33:52 »

Da wir erst noch in den Anfängen stehen, ist es gut dies zu lesen. Meine grösste Sorge ist wirklich die, dass mein Kind durch die Bekanntmachung der Diagnose es noch schwerer haben wird.

Da aber die Schulpsychologin schon mit der Klassenlehrerin gesprochen hat, weiss die es schon und wer weiß ob die Nachfolgerlehrer nicht auch schon informiert sind. So ein Kaffeeplausch im Lehrerzimmer...

Abwarten heisst es für mich.
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Nur weil ich paranoid bin heisst es lange nicht, dass ich nicht verfolgt werde.
Kaina
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« Antworten #3 am: Juli 25, 2010, 14:54:36 »

Es ist leider so, dass die meisten Lehrer viel zu wenig darüber wissen.

Und viele Lehrer, die sich tatsächlich informieren wollen, landen dann auch noch auf Holunder & Co.-Seiten, und versumpfen endgültig in Vorurteilen:
die einen "ist ja nur Modediagnose und faule Ausrede", die anderen "die armen, zugedröhnten, vernachlässigten Kinder".

Es wäre verdammt nochmal wichtig, wenn Lehrer grundsätzlich ein Fortbildungsseminar zu ADS und ADHS machen müssten, und zwar geleitet oder zumindest unterstützt von wirklichen Fachleuten.
Man, Lehrer machen so viele "Fortbildungen", da könnte doch ruhig das ein oder andere Thema gestrichen werden, damit sie lernen, was sie Kindern unter Umständen antun!

Manchmal kann man nur noch  eusa_doh und  aufsmaul_2
Wir wurden von einer aufmerksamen Lehrerin :wu: auf das Hypo-Verhalten unseres Kurzen aufmerksam gemacht, was verdammt gut war, da wir von der Hypo-Version noch nie gehört hatten. 

Ihr bornierter Kollege hingegen hat für die Probleme unseres Kurzen nur eine Antwort: "diese Ausrede zieht bei mir nicht, da könnte ja jeder kommen" und schikaniert ihn, wo er nur kann. aufsmaul_2


Ist OT, aber bitte:  Daumendrücken!!! vllt. sind wir das bornierte Holunderhirn zum nächsten Schuljahr los. Worüber auch Nicht-ADSler in der Klasse seeeehr froh wären, weil er ein absoluter Kotzbrocken ist!  up_to_something
Und: selbstverständlich auch Klärchen *die Daumen drücke*!!! :ja:
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Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, daß die Zelle anständig möbliert ist (Sir Peter Ustinov)
Bille
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« Antworten #4 am: Juli 25, 2010, 16:21:50 »

Hallo,
...also ich weiß nicht. Darf das denn nicht im Zeugnis (vorallem noch in der Grundschule erwähnt werden)? Im zeugnis meines Sohnes (ebenfalls 4.Klasse) stehen auch so ein paar Bemerkungen, wo ich denke... tja, das ist halt bei ADS so. Aber schlimm finde ich das nun nicht?

Und ich sehe das nun auch nicht als Aufforderung mit einer höheren Dosis "Abhilfe zu schaffen"??

Liebe Grüße
Sybille
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Simon (geb. 99), ADSler (kleiner Querkopf mit dem Herz auf dem    
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Kaina
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« Antworten #5 am: Juli 25, 2010, 17:18:46 »

Nee, Bille, darum geht es nicht. Diese Anmerkungen im Zeugnis sind ok.

Sondern:

beide klassenlehrerinnen sind von anfang an informiert, dass die kinder adhsler sind und medis nehmen. beide lehrerinnen verurteilten das zutiefst und behandeln mich seither wie eine eislaufmutter. die existenz von ADHS zweifeln sie beide an.

- Eislaufmutter = überehrgeizige Antreiberin (zumindest verstehe ich das so), die den Kids MPH verpasst, wie manche Trainer Dopingmittel

- ADHS anzweifeln, und dann das Nicht-Existente  im Zeugnis beschreiben


(nachgetragen:)  keine Aufforderung zu höherer Dosis, sondern: durch das Zeugnis sieht urmely den Verdacht bestätigt, dass die Dosierung nicht mehr stimmt, weil die Symptome wieder sehr deutlich werden.
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Bille
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« Antworten #6 am: Juli 25, 2010, 18:04:59 »

Hallo,
ach so, das hab ich falsch verstanden :winken:
Liebe Grüße
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urmely
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« Antworten #7 am: Juli 25, 2010, 20:48:32 »

Hallo,
...also ich weiß nicht. Darf das denn nicht im Zeugnis (vorallem noch in der Grundschule erwähnt werden)? Im zeugnis meines Sohnes (ebenfalls 4.Klasse) stehen auch so ein paar Bemerkungen, wo ich denke... tja, das ist halt bei ADS so. Aber schlimm finde ich das nun nicht?

Und ich sehe das nun auch nicht als Aufforderung mit einer höheren Dosis "Abhilfe zu schaffen"??

Liebe Grüße
Sybille

doch, erwähnt werden darf es doch. aber ich finde es halt lustig, dass sie genau die sachen beschreibt,

und eine aufforderung die dosis zu erhöhen ist der satz nicht. es ist nur so, dass ich anhand der schrift und der ordnung im ranzen schon länger vermute, dass die kinder momentan nicht mehr richtig eingestellt sind (die dosierung läuft schon über 1,5 jahre so wie jetzt). da gibt mir so ein satz schon anlass über die dosierung nachzudenken!

lg
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« Antworten #8 am: Juli 25, 2010, 20:50:03 »

Nee, Bille, darum geht es nicht. Diese Anmerkungen im Zeugnis sind ok.

Sondern:

beide klassenlehrerinnen sind von anfang an informiert, dass die kinder adhsler sind und medis nehmen. beide lehrerinnen verurteilten das zutiefst und behandeln mich seither wie eine eislaufmutter. die existenz von ADHS zweifeln sie beide an.

- Eislaufmutter = überehrgeizige Antreiberin (zumindest verstehe ich das so), die den Kids MPH verpasst, wie manche Trainer Dopingmittel

- ADHS anzweifeln, und dann das Nicht-Existente  im Zeugnis beschreiben


(nachgetragen:)  keine Aufforderung zu höherer Dosis, sondern: durch das Zeugnis sieht urmely den Verdacht bestätigt, dass die Dosierung nicht mehr stimmt, weil die Symptome wieder sehr deutlich werden.

danke! du hast das so schön ordentlich in worte gefasst! genau das mein ich!

lg
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uli
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« Antworten #9 am: Juli 26, 2010, 09:49:29 »

Halli-Hallo,

wollte mal eine positive Rückmeldung über Lehrer geben. Bei uns läuft es super dadurch das die Lehrerin voll einbezogen wird. Sie weiß über jeden Medikamentenwechsel Bescheid und gibt mir auch Rückmeldung welches Medikament ihrer Meinung nach das Bessere ist.

Das kann also auch ganz toll laufen. Ich wollte mal allen Mut machen die sich immer noch mit der Diagnose verstecken. Ich glaub es ist einfach besser wenn die Lehrer Bescheid wissen. Ärgerlich sind natürlich die Ignoranten die damit gar nicht klar kommen. An so jemanden kommen wir bestimmt auch noch.

Kopf hoch zum Glück wechseln die Lehrer ja obwohl das in unserem Fall kein Glück ist.

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josamu
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« Antworten #10 am: Juli 26, 2010, 22:43:39 »

Hallo,

also mein Kleiner (noch 2,Klasse) hat in den letzen zwei Jahren seine Lehrerin durch seine Hibbeligkeit und Impulsivität häufig zur Verzweiflung gebracht. Viele Gespräche waren frustrierend. Immer lief es meiner Meinung danach darauf aus irgendetwas zu suchen das nicht "normal" war, sein Verhalten erklärt. Eine Diagnose, eine Ursache. Für mich war der Kleine einfach so wie er ist. Und wenn er nicht funktioniert- ja dann muss man sich halt gemeinsam überlegen wie es in Zukunft besser laufen könnte. Und ausprobieren, weil keiner ist gleich ist.

Ich habe den Kleinen zweimal auf ADHS testen  lassen. Jedesmal war das Testergebniss zweideutig.
Ich persönlich sah meinen kleinen Sohn zwar immer als anstrengend aber gleichzeitig auch als - ja inspirierend, spannend, intelligent, anregend, mit einer eigenen Persönlichkeit.

Und sieht da, im letzten halben Jahr sah seine Lehrerin in genauso. Schule war kein Problem mehr!!

Analog lief es im Kinderhort. Eigentlich gab es dort bis zum Zeitpunkt dass ich ihn auf ADHS testen lassen möchte keine Probleme. Plötzlich sollte er ein Integrationskind werden weil er für einen Integrationskindergarten mit seiner Impulsivität nicht mehr tragbar war. Meiner Meinung nach war es einfach finazielle Politik.

Mittlerweile ist er (nachdem die Digagnose zweifelhaft war) angenehm, für den Integrationshort eine Bereicherung und "hat sich in den letzten Monaten super entwickelt".

Schwachsinn! Er ist genauso wie er immmer war! Klar entwickelt er sich, er wird ja auch älter. Aber die Persönlichkeit ändert sich nicht.

Also meiner Meinung nach haben natürlich viele Kinder in unserem Schulsystem Probleme. Viel zu viel Kinder! Und natürlich funktunieren sie nicht alle gleich. Wäre ja auch schlimm wenn es so wäre. Aber Kinder die aussscheren sind unbequem.

Da denke ich liegt es an den Eltern zu ihren Kindern zu stehen und für deren Rechte zu kämpfen. Also ich habe damit bei beiden KIndern (und der große hat diagnistiertes ADHS) gute Erfahrungen gemacht. Schule ist wichtig klar. Aber wichtiger sind doch die Kinder. Und man sollte sich doch wirklich nicht von irgendweilchen "Dummgedöns" von der eigenen Meinung über die eigenene Kinder (die man besser kennnt als jeder andere ) abbringen lassen.


LG josamu






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DarkDancer
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« Antworten #11 am: August 09, 2010, 23:00:27 »

Hallu...
Wollte nun kein neues Thema aufmachen und ich denke das das hier ganz gut rein passt...
Mein Problem:
Ich habe ADS. Es ist bewiesen und alles drum und dran.... Ich nehme keine tabletten mehr, da ich irgendwann nicht mehr "unter Drogen gesetzt" werden wollte...
Wie bringe ich also meinen Lehrern bei, das ich ADS habe? Ich habe mich bis jetzt nie getraut zuzugeben das ich ADS habe da ich immer wieder auf die Situation gestoßen bin, dass ich nur faul oder zu dumm sei. Ich bin der Typ der sich Träumer nennt. Immer wenn mein blick zum fester wanderte mahnte meine Lehrerin: "A. Konzentriere dich auf deine aufgaben." Dann fing die ganze klasse an zu lachen. Ich wurde seit der ersten klasse gemobbt... meinem Selbstwertgefühl hat das nicht gut getan... Spielte ich mit etwas in der Hand, sei es nur um besser zuhören zu können ( Ich kann Menschen nicht ansehen wenn ich ihnen zuhören muss, denn dann kriege ich nichts mehr mit) wurde mir schon mal der Stift aus der Hand gerissen. Ja das ist furchtbar... und immer gelte ich dann als unaufmerksam, selbst wenn ich bewisen kann das ich zugehört habe.... Manchmal wurde mir auch gleich der Block samt Federtasche weggenommen. In der siebten fing ich an im Unterricht zu zeichnen. Wenn ich zeichnete, konnte ich wunderbar zuhören, und wusste genau was ich machen sollte... ich habe es meinen Lehrern mehrmals gesagt.... aber immer stieß ich auf Unverständnis und war ja doch nur jemand der "ausreden" erfand um seinen "Hobbys" nachzugehen. Als meine Lehrer noch tolerierten das ich zeichnete verbesserten sich meine Noten sogar.... als ich dann wieder nur auf meinen Tisch starren durfte (was auch nicht immer erlaubt war) wurden die Noten wieder schlechter...
 Ich gehe Mitte August in eine Berufsschule. Neue Gegend, neue Menschen, neues Gebäude... kurz: Ich habe angst davor... Angst vor den Lehrern, wie sie auf mich reagieren, da  ich beschlossen habe dieses mal nicht über mein ADS zu schweigen... und noch mehr angst vor den Schülern... Denn verprügelt, bespuckt und bestohlen werden will ich nicht mehr... Alle sagten immer "Wehr dich doch! und maul uns nicht zu!"
Nur wie soll man sich denn wehren, wenn sie es doch immer wieder tun und es nur noch lustiger finden einen mit Apfelsaft zu begießen wenn man sich wehrt....
Ich habe mich in den letzten Jahren extrem zurück gezogen und habe inzwischen wieder vor allem und jedem angst. Als ich noch klein war, 6, 7 Jahre, ging es mir ähnlich. Ich fühle mich mittlerweile wieder in meine kindheit zurückversetzt, dadurch das ich sehr viele Gefühle erlebe die ich lange nicht hatte. Mit der zeit kamen neue Ängste dazu. Inzwischen frage ich nach nichts mehr, da ich von vornherein denke das man eh nur sagt "Sowas muss man doch wissen".

Habt ihr irgendwelche Tipps wie ich meinen neuen Lehrern (die ich noch nie gesehen habe) beibringen kann das ich "Anders" bin? Ich glaube nämlich nicht das die über ADS Bescheid wissen >_>
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Du verlierst alles, ganz egal wie sehr du versuchst es festzuhalten.
Es bleibt eben nichts für immer.
Farah
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« Antworten #12 am: August 10, 2010, 09:57:59 »

@ Dark Dancer:

 :obenschieb:

Ich kann Dir leider keinen Rat geben, aber vielleicht meldet sich jemand anderes.

Ach, übrigens: Willkommen in der Anderswelt!  :winken:

Welche Medikamente hast Du denn genommen, und bis wann?

Viele Grüße
Farah
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EmmaGSLehrerin
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« Antworten #13 am: August 10, 2010, 13:10:50 »

Hallo Dark Dancer,

vielleicht hättest du doch besser ein neues Thema aufgemacht, dann hättest du bessere Chancen auf Antworten... gerade jetzt in der Ferienzeit...

Ich halte es für eine gute Idee, mit den Lehrern zu sprechen. Ich würde mich an deiner Stelle mit dem zukünftigen Klassenlehrer in Verbindung setzen, das dürfte dein erster Ansprechpartner sein.
Teile ihm kurz mit, worum es bei dem Gespräch gehen soll. Falls er keine Ahnung von AD(H)S hat, so kann er sich vorab informieren.
Als Lehrer hielte ich es für hilfreich, wenn du dein Gespräch unter folgenden Gesichtspunkten strukturierst:

- Informiere über persönliche Symptomatiken, die dir das Lernen erschweren
- Lege dar, was dir hilft, um besser lernen zu können
- Kläre gemeinsam mit dem KL ab, welche deiner Vorschläge umsetzbar sind und/oder welche Alternativen es gibt.

Bei der Vorankündigung des Gesprächs würde ich dem Lehrer diese Struktur bereits nennen. Dann weiß er sofort, dass du in erster Linie an LÖSUNGEN, nicht an bloßen PROBLEMDARSTELLUNGEN interessiert bist.
Kleiner Hinweis aus der Insider-Kiste  : Ein Lehrer, der nur mit Problemen überschüttet wird und sich nicht wirklich mit der Thematik auskennt, fühlt sich schnell überfordert. Dies muss nicht, KANN aber zu Abwehrreaktionen führen.
Mit eigenen Vorschlägen zeigst du darüber hinaus, dass du Verantwortung für deinen Lernprozess übernimmst. Dies wird auf jeden Fall Eindruck machen und gewürdigt werden.   :ja:

Zum Thema Mobbing: Vielleicht machst du an deiner neuen neuen Schule ja komplett andere Erfahrungen als an der alten. Das Problem Mobbing würde ich lösen, wenn es da ist.
Es gibt in fast jeder Stadt Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche. Da kannst du dir kostenlos einen Termin geben lassen und Hilfe in Anspruch nehmen. Behalte das für den Notfall im Hinterkopf.
Aber: Versuche erstmal, deine neuen Klassenkameraden neu kennenzulernen.

Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Würde mich freuen zu hören, wie das Gespräch gelaufen ist!

Liebe Grüße, Emma  :winken:
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