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Autor Thema: Schlechte Heftnoten!  (Gelesen 268 mal)
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Eccabecca8
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« am: Juli 23, 2010, 15:00:05 »

Hallöchen an alle!
Ich möchte mal so fragen, ob eure Kinder Heftnoten bekommen(3.Klasse) und wenn, ob das ADHS berücksichtigt wurde.
Meine Tochter vergisst immer Blätter einzukleben und bekommt dann schlechte Noten für ihr Heft.
Damit versaut sie sich dann wahrscheinlich manche Zeugnisnote, weil die Heftnote ja zählt.
Dürfen die Lehrer überhaupt Heftnoten von Adhslern(diagnostiziert und Bericht wurde der Lehrerin vorgelegt)machen?
Schreibt doch bitte mal!
Tschüss Nati
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||Lener
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« Antworten #1 am: Juli 23, 2010, 15:20:06 »

Hey,
soweit ich weiß wird ADHS bei der notenvergabe nicht berücksichtigt, weil diese durchaus die chance haben die gleichen noten wie "normalos" zu erzielen. meines wissens gibt es begleiterkrankungen (z.b. lese-rechtschreib-schwäche) die mit einem nachteilsausgleich berücksiuchtigt werden.
gegen das chaos empfehle ich dir, dich einfach jeden tag nach der schule mit deiner tochter, vor oder nach den hausaufgaben, zusammenzusetzen und alle blätter an seinen platz zu bringen. das ist am anfang vielleicht recht mühselig aber das wird sich automatisieren und irgendwann werden die blätter sicher dann auch schon in der schule abgeheftet. ;)
lg lener
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heftignorre
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« Antworten #2 am: Juli 23, 2010, 15:32:42 »

Eccabecca8, ich habe jetzt 3 Kid´s duch das Schulsystem nahezu durch. Und glaube mir, die Heftnoten in der dritten sind so egal wie nur etwas sein kann. Und wenn die Heftnoten in der Vierten für den Gang auf eine höhere Schule genug Gewicht haben um das Gymnasium oder die Realschule zu vereiteln, dan solltest du das eh sein lassen. Entweder die restliche Leistung reicht, oder die höhere Schulbildung ist ohnehin der Holzweg. Das ist ein Erfahrungswert.....
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Bruce Lee
Traumfresserchen
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« Antworten #3 am: Juli 23, 2010, 23:00:47 »

Hallo,

*lach* das mit den Heften kenn ich zu gut. Bei ihr in der Grundschule wurde sehr sehr viel Wert darauf gelegt. Als ich bemerkt hab dass gut zu reden nichts nützt, haben mein Mann und ich zusammen mit ihr das Chaos wieder organisiert. Ich finde nicht, dass man deshalb eine höhere Schule grundsätzlich ausschließen sollte. Immer das Individuum betrachten und sich in solchen Angelegenheit nicht aufgrund von Erfahrungswerten anderer Leute einen Kopf machen. Die schlechte Note in der Heftführung bzw im Schriftbild lässt keine Rückschlüsse auf die Fähigkeit eine höhere Schule zu besuchen zu. So oder so ähnlich ;-) Das wäre mein Erfahrungswert, wobei dieser Wert keine dafür/dagegen begründet ;-)

LG
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heftignorre
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« Antworten #4 am: Juli 24, 2010, 01:50:05 »

Traumfresserchen, hast du schon mal erlebt das die Heftnoten den Ausschlag gaben nicht auf eine höhere Schule zu gehen?
 Also ich nicht.
Und wenn es leistungstechnisch so knapp ist das die Heftführung das Zünglein an der Waage wird, dann ist es wirklich sinnlos darüber nachzudenken. Im Gymnasium gibt es in erster Linie Zeitdruck bei allen Leistungstests das es nur so scheppert. Und besser wird da keiner. Nur frustrierter weil nix mehr klappt. Wollt ihr das für eure Kinder???
Dann macht das. Macht eure Erfahrungen selbst mit euren eigenen Kindern.
Das wird lustig, das verspreche ich euch.
Gebt nie auf, villeicht habt ihr Glück.....
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Traumfresserchen
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« Antworten #5 am: Juli 24, 2010, 11:12:54 »

@heftignorre...nanana erstmal ist es doch so, dass man nicht verallgemeiner soll. WIe ich herauslese hast du schlechte Erfahrungen und eben keinen Spaß damit. Ich kann nur sagen, dass wir gute Erfahrung haben und nicht mehr und nicht weniger Spaß haben als die anderen. Wir haben diese Entscheidung getroffen aufgrund von 1. Fakten, wie allgemeine IQ Tests und 2. weil wir intensive Beratungsgespräche mit unserer Psychologin hatten. Der wichtigste Fakt war aber, dass unsere Tochter den Biß und den Willen gezeigt hat und immer noch zeigt. Ja, bei ihr wurden diese Heftnoten zur Zünglein an der Waage. Ich kann nur sagen, nach einem Jahr Gymnasium hat sich gezeigt, dass zumindest auf ihre Schule das Ergebnis zählt und ein Kind nicht schlechter gewertet wird nur weil es nach dem Lehrer seinem Geschmack nicht schön schreibt und/oder einklebt etc etc. Schriftbild,Heftführung ist doch immer relativ zu sehen. Wir als Familie haben uns dazu entschlossen den Weg gemeinsam zu gehen und werden unserer Tochter die notwendige Unterstützung und den notwendigen seelischen Beistand zukommen lassen.Ja es kostet Kraft und ja manchmal zweifelt man an den Entscheidungen, aber der Weg ist das Ziel und jedes Kind hat es verdient das man als Eltern sein bestmöglichstes gibt.
Ja, ich will das für mein Kind und nein, ich will nicht für mein Kind, dass es wegen Erfahrungen 3. bewertet wird.
Ja, es ist anstrengend und es ist nicht einfach. Ja, ich bin verdammt stolz auf mein Kind und ein klitzekleines wenig auch auf mich. Ich bin stolz das wir stark genug waren und sind unsere Entscheidungen individuell zu treffen und und uns nicht von allgemeinen Vorurteilen abschrecken lassen.
Wir sind nur so stark wie wir es zulassen.
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Sandiris
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« Antworten #6 am: Juli 24, 2010, 11:51:19 »

Wenn deine Tochter Chaos in den Heften und in der Schultasche hat, dann hilft nur eines: Unterstützen, ein- oder zweimal die Woche mit ihr die Schulsachen in Ordnung bringen.

ADHS wird da nicht als Kriterium genutzt, um das Chaos einfach hinzunehmen. Es ist die Aufgabe von uns, als Eltern, unsere Kinder so weit zu unterstützen, dass sie das Chaos beherrschen und kleinschrittig lernen, dass sie ihre Schulsachen halbwegs in Ordnung haben. (Und ich verrate dir: Das gelingt meinen Kindern mal mehr, mal weniger .... es bleibt schwierig.)

Wenn eine ADHS-Diagnose dafür sorgen würde, dass einige Bereiche der schulischen Anforderungen nicht mit bewertet werden, dann müssten die Lehrer bei allen Kindern alle Begrenzungen berücksichtigen, wie z.B. niedriger IQ, suchtkranke Eltern, geringe Leistungsberitschaft usw. Denn letztlich wollen erst einmal alle Kinder in der Schule gut sein. Dass nicht alle Kinder gut sind, liegt an den zahlreichen, verschiedenen Begrenzungen. Ein Kind mit einem geringen IQ kann nicht gute Noten bekommen mit der Begründung: Es fehlt an Intelligenz, das Kind kann ja nichts dafür.
Genau so wenig kann ein Kind mit ADHS von der Pflicht zu Sorgfältigkeit und sauberer Heftführung befreit werden. Das Kind muss das lernen, es braucht Begleitung- und das ist die Aufgabe der Eltern.

Meine beiden Kinderlein sind Chaoten erster Klasse. Sie besuchen dennoch das Gymnasium, weil sie es irgendwie hinbekommen, die entsprechenden Noten vorzuweisen. Ihre Hefte sind mal okay, mal eine einzige Katastrophe. Ich unterstütze sie, so gut ich kann, aber manchmal müssen sie auch hart aufschlagen, um die Konsequenzen ihrer Schlörigkeit zu tragen und so daran zu reifen.
Denn: Wie sollen sie im Leben als Erwachsene zurecht kommen, wenn schon in der Kindheit gesagt wird: Lass die Hefte ruhig verschlampen, du hast ADHS und kannst ja nichts dafür. Da würde dann der Grundstein zu Überschuldung und einem Leben in ewigem Chaos gelegt.

Eine Leserechtschreibschwäche hingegen wird dann berücksichtigt, wenn sie schwerwiegend ist. Aber auch dann wird, zu Recht, erwartet, dass daran gearbeitet wird, also üben, üben, üben, um die Fehlerquote gering zu halten.

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(Ich editiere so oft, weil mir meine Flüchtigkeitsfehler erst im Nachhinein auffallen .... )
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« Antworten #7 am: Juli 24, 2010, 15:56:58 »

Hallo,
also das hab ich jetzt aus dem ersten Beitrag nicht herausgelesen, dass es gleich um die Frage der weiterführenden Schule geht!?

Hier spielten in der dritten und vierten Klasse die Heftnote auch eine große ROLLe und ADSler werden benotet wie andere Schüler auch. Finde ich auch richtig, schließlich geht es ja auch irgendwie um Ordnung und Sorgfalt, die ja auch wichtig sind. . AUS meiner Sicht wird da manches allerdings  etwas seltsam gewichtet. Hauptsache alle Übeschriften sind unterstrichen und der Abstand zwischen zwei EINTRÄGEN ist eingehalten... dann dürfen ruhig auch Hausaufgaben fehlen, kann man immer noch eine 1 bekommen.  kann ich nicht nachvollziehen . Und vorallem auch nicht, was das mit der Eignung für die weiterführende Schule zu tun hat.
Wir haben das so gehandhabt, dass mein Großer mindestens einmal im Monat alle losen Blätter und Ordner mitgebracht hat und dann mal konsequent einsortiert und schön unterstrichen.  :ja:
In der weiterführenden Schule wird das sowieso etwas besser, weil die keine Sammelfächer unter den Tischen haben, sondern die SCHULsachen alle mitbringen, dann wird das sicher nicht mehr so chaotisch.
Liebe Grüße
Sybille
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« Antworten #8 am: Juli 24, 2010, 19:28:21 »

Zitat
Und vorallem auch nicht, was das mit der Eignung für die weiterführende Schule zu tun hat.
Weil man bei uns dafür einen Notendurchschnitt braucht (Bayern), vielleicht?
Eventuell auch deswegen:
Zitat
Und wenn die Heftnoten in der Vierten für den Gang auf eine höhere Schule genug Gewicht haben um das Gymnasium oder die Realschule zu vereiteln, dann solltest du das eh sein lassen. Entweder die restliche Leistung reicht, oder die höhere Schulbildung ist ohnehin der Holzweg.
Meine bayrischen Erfahrungen sind hier aber nicht im geringsten von Relevanz......
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« Antworten #9 am: Juli 25, 2010, 16:13:53 »

@heftignore,
" Und vorallem auch nicht, was das mit der Eignung für die weiterführende Schule zu tun hat.

das ist ein Zitat aus meinem Beitrag, oder? Das bezog sich auf das,was ich vorher geschrieben habe: mein Sohn bekam eine gute Heftnote, obwohl da Hausaufgaben fehlten, aber er hatte ja die Überschriften so schön unterstrichen 

solche Heftnoten sagen für mich dann ncihts mehr für die Eignung für weiterführende Schulen aus. Wie ich übrhaupt denke, dass man die Eignung für die weiterführende Schule nicht so unbedingt nur am erreichten Schnitt festmachen kann.

Liebe Grüße
Sybille
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