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Autor Thema: DCMS-Mikronährstoff-Profile  (Gelesen 662 mal)
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natuschi
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« am: Februar 05, 2010, 13:24:17 »


Hallo ich bin neu hier, bei meinem Sohn (fast 8) ist ADHS diagnostiziert worden. Ich suche nach Alternativen zu den sonst üblichen Therpapien mit Medikamenten, weil der Vater sich vehemment dagegen streubt seinen Sohn unter "Drogen" zu setzen. Er hat gut reden, ist ja fast nie mit ihm zusammen. Die Leistungen in der Schule sind ja auch noch gut, aber er ist sehr auffällig und ich habe Angst, dass es sich verschlimmert. Nun habe ich über die kostspielieg DCMS-Analyse etwas gelesesen. Hat das jemand bei seinem Kind schon mal machen lassen und ist dann auf die Therapiemethoden eingegangen?
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michael
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« Antworten #1 am: Februar 05, 2010, 15:06:15 »

Lass es lieber.
Ich frag mich grad, was eine Mikronährstoffanalyse mit ADS zu tun haben soll.
Hört sich mal nach rausgeworfenem Geld an.
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Will nicht jeder ein bisschen Kleiner Hypie haben?
Coaching bei ADHS in Paderborn, Lippstadt und Umgebung
steffchen
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« Antworten #2 am: Februar 05, 2010, 18:25:02 »

Hallo Natuschi,

da gibt's näherliegende Alternativen. Z.B. die bewährten nichtmedikamentösen Therapiebestandteile, die sonst auch bei einem Behandlungskonzept, das Medikamente mit einschließt, dazugehören sollten. Das könnte etwas aus dieser Liste sein:

- Verhaltenstherapie
- Psychomotorik
- Ergotherapie
- Heilpädagogische Entwicklungstherapie
- soziales Training (Gruppentherapie)
- Elterntrainig
- Erziehungsberatung

Natürlich nicht alles auf einmal, nicht überfordern, schauen, was verfügbar ist (Termine bei fähigen, vertrauenswürdigen Therapeuten, wo die "Chemie" stimmt), was finanzierbar ist bzw. wo die Kostenübernahme geregelt ist.

Ich weiß nicht, wie ausgeprägt das ADHS bei deinem Sohn ist, in heftigeren Fällen haben o.g. Behandlungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger medikamentöser Behandlung wesentlich größere Erfolgsaussichten.

Ansonsten: Viel Bewegung an frischer Luft bzw. Sport, gesunde Ernährung (keine Wissenschaft draus machen, es soll schon schmecken, aber auch nicht fett machen), wenig Süßigkeiten und Cola (das ist umstritten, sollte aber individuell ausprobiert werden), stark eingeschränkter Konsum von Fernsehen, Computerspielen, Konsolen und ähnlichem.


Und wenn das alles nicht hilft? Immerhin könnt ihr dann gegenüber Schulleitung, Jugendamt, Schulamt usw. nachweisen, das ihr euch um Therapie gekümmert habt. Das verbessert im Ernstfall (wenn Verhaltensauffälligkeiten in der Schule zunehmen) wenigstens eure rechtliche Position.

Schön wäre, der Vater könnte mal für ein paar Wochen seinen Sohn im Alltag begleiten, incl. Hausaufgaben, Lehrergespräche, Therapien..., aber das wird wohl nix. Ich gehe mal davon aus, der Arzt, der ggf. das Rezept für ein Medikament ausstellen würde, weiß, warum er dazu bereit ist. Mit ihm sollte der Papa mal sprechen. Kann er ja dem Arzt ins Gesicht sagen, dass er ihn für einen Drogendealer hält. Vielleicht erklärt der ihm dann, was unterlassene Hilfeleistung ist.

Üblicherweise braucht es erst einen gewissen Leidensdruck, um festgefahrene Positionen zu überdenken. Sollte eines Tages ein Schulverweis / Schulausschluss auf der Tagesordnung stehen, ein E-Schul-Verfahren, die Versetzung an eine Förderschule, die Einweisung in eine kinderpsychiatrische Klinik drohen oder wenn das Jugendamt von sich aus eingreift (das ist etwas anderes, als wenn man dort freiwillig Hilfe sucht), dann ist oft das Medikament das kleinere Übel und die Wirkung häufig überraschend.

Jedoch, das sind keine Wunderpillen. Einige bis dahin erworbene Schäden sind irreparabel. Sorry, jetzt war ich bei der eigenen Erfahrung, ich möchte keine Angst machen und auch nicht zu einem Medikament drängen. An deiner Stelle würde ich etwas aus o.g. Liste machen und parallel dazu Dinge ausprobieren, an die ihr glaubt (solange sie nicht schaden). Die Schulleistungen an sich sollten in dem Zusammenhang nicht so entscheidend sein.

LG
Steffchen
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flori_floh
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« Antworten #3 am: Februar 05, 2010, 23:42:22 »

Hallo alle zusammen,
wir haben diesen Mikronährstoff Kram (Sorry wenn ich es so nenne) auch schon versucht.
Viel Geld und leider null Nutzen !!!!!!
Dieser Mix extra auf meinen Sohn abgestimmt hat mich alle 4 Wochen 89 € gekostet plus immer irgendwas extra dazu und es hat nichts gebracht. Hat aber auch nicht geschadet. Aber soviel Geld ????
Muß jeder für sich selbst entscheiden.
Ich hab auch schon alles mögliche ausprobiert das ende ist das die Schule versucht mich immer mehr.
Mache ich es nicht bekomme ich direkt ins Gesicht gesagt das mein Sohn (2.te Klasse!!!) ein Schulversager werden wird.
In ihrem Jungen steckt soviel Potentzial aber.........ohne Ritalin...............
wie soll es weitergehn ??????????????????
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« Antworten #4 am: Februar 07, 2010, 12:25:15 »

Hallo,

ich bin auch auf die Seite mit den Mikronährstoffen gestossen.  Wunder bewirken die sicherlich nicht, aber wer weiss, vielleicht können sie ein Baustein im Gesamtkomplex der Therapien sein? Ich werde vor der Gabe eines Amphetamins auch alles ausprobieren, Termin zur genauen Diagnostik ist in einem Monat. Da mir die 331 € für die Mikronährstoffanalyse "auf blauen Dunst" zu teuer waren, habe ich ein Mineralstoffpräparat aus der Apotheke gewählt, um die 2o € / Monat - ich glaube kidcool heisst es.... Ich hoffe, dass diese Verabreichung die Mikronährstoffanalyse obolet macht, da alle wichtigen, eventuell fehlenden Nährstoffe hierin enthalten sind. 

Ansonsten werden wir noch mehrere Osteopathie Termine wahrnehmen, Reiten ausprobieren, die familiären Strukturen optimieren, das Verhalten in der Klasse beobachten, eventuell wird ein Schulwechsel fällig, da mein Sohn aufgrund seines Verhaltens (zu?) oft angeeckt ist und sich in einer sehr ungünstigen Negativspirale befindet.

Falls Du Dich für die Mikronähstoffanalyse entscheidest - berichte gerne mal.

Homöopathie probieren wir auch aus, eine Verbesserung ist da, über die Nachhaltigkeit und die Intensität kann ich noch nichts sagen.
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Eugenie
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Fehlt es an Wind so greife zum Licht!


« Antworten #5 am: Februar 07, 2010, 12:44:55 »

Wenn ich mal meine Meinung dazu abgeben darf:

Leute, ihr verschleudert euer Geld! Geht lieber mit euren Kindern los und macht euch mit ihnen einen schönen Nachmittag. Das kommt den Kindern wirklich zu Gute und davon haben dann letztendlich alle was.
Oder aber, ihr schenkt es mir. Ich denke mir was aus, mach euch ein paar nette Versprechungen und die Kinder sind anschließend gaaaaanz gaaaanz sicher geheilt!

LG Eugenie
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Mit Vegetariern muß man diskutieren, sobald sie eine Wurstfabrik geerbt haben. 
(Danny Kaye)
~~ooo~oOo~ooo~~
sanna
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« Antworten #6 am: Februar 07, 2010, 12:56:04 »

Hallo..

was soll ich sagen.. anfangs hab ich auch so gedacht.. bloß kein "Ritalin" für mein Kind!

Wir haben sämtlichen "alternativen Scheiss" (sry für die Ausdrucksweise) ausprobiert und sind letztendlich doch bei Ritalin gelandet.
Meinem Sohn gehts gut damit. Er ist ausgeglichen, die schulischen Leistungen sind super, er hat Freunde gefunden. Ohne Medis wäre DAS alles nicht möglich.

Ich gebe meinem Kind mit reinem Gewissen Methylphenidat!

Lieben Gruss,
Sanna
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steffchen
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« Antworten #7 am: Februar 07, 2010, 14:09:38 »

Wozu eigentlich eine ADHS-Diagnostik, wenn man nicht bereit ist, im Falle einer Bestätigung dieser Diagnose die mit dieser Diagnose verbundenen Therapieoptionen zu nutzen? Warum nicht gleich eine "alternative" Diagnostik, eine "alternative" Schule, ein "alternatives" Leben? Wäre doch konsequent.
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