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Autor Thema: Schulform für Kinder mit ADS und ADHS, Waldorfschule geeignet?  (Gelesen 5616 mal)
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zugvogel
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Beiträge: 3


« am: Februar 25, 2007, 16:56:09 »

Hallo,

ich hoffe hier im Forum auf Menschen zu treffen, die Erfahrung mit der Waldorfpädagogik im Zusammenhang mit ADS und ADHS haben.

Ich habe einen 10-jährigen Sohn mit ADHS in der 4. Klasse der Grundschule und eine 7-jährige Tochter mit ADS in der 2. Klasse derselben Schule.

Nach längerer Beschäftigung mit dem Thema Waldorfpädagogik bin ich zu dem Schluss gekommen, dass
ich beide an einer Waldorfschule als "Quereinsteiger" anmelden möchte. Trotz der vielen positiven Eindrücke des pädagogischen Ansatzes, habe ich dennoch etwas Bedenken wegen der großen Klassenstärken.

Kann mir hier jemand von seinen Erfahrungen mit dieser Schulform berichten?

Danke im voraus für hoffentlich viele Antworten Smiley.

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claudia_ke
Gast
« Antworten #1 am: Februar 25, 2007, 19:18:57 »

Hallo Zugvogel,

ich habe zwar kein ADS-Kind auf der Waldorfschule, bin aber Lehrerin an einer solchen. ADS-Kinder sind an Waldorfschulen manchmal gut aufgehoben, manchmal schlecht - so wie an anderen Schulen auch, das hängt auch mit den Lehrern dort zusammen. Deshalb kann ich schlecht sagen, dass Waldorfschulen geeignet sind/nicht geeignet sind, da gibt's logischerweise keine Pauschalaussage.

Was anderes: als Quereinsteiger einen Platz an einer Waldorfschule zu finden, ist denkbar schwierig, die Wartelisten sind meistens lang. Ich würde an Deiner Stelle einfach direkt Kontakt mit der Waldorfschule, die Du Dir vorstellen kannst, anrufen und um Infos und evtl. ein Gespräch bitten.

Liebe Grüße,
Claudia
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zugvogel
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« Antworten #2 am: Februar 25, 2007, 19:56:39 »

Hallo Claudia,

danke für deine Antwort.
Ich habe mich bereits mit der Schule in Verbindung gesetzt, Entwicklungsberichte meiner Kinder abgegeben und warte jetzt auf eine Reaktion.

Ich erhoffe mir von der Waldorfschule, dass meine Kinder sich dort besser entfalten können und insbesondere mein verträumtes Kind dort weniger unter Druck gesetzt wird sondern mehr Motivation erfährt.

Natürlich hast du Recht, dass das ganze sehr Lehrer-abhängig ist und leider haben nur sehr wenige Lehrer eine entsprechende Fortbildung, um mit ADS-Kindern umzugehen.

Gibt es denn an der Waldorfschule, an der du arbeitest viele ADS-Kinder?

Viele Grüße,

Zugvogel
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claudia_ke
Gast
« Antworten #3 am: Februar 25, 2007, 20:04:04 »

Hallo Zugvogel,

ja, bei uns gibt es recht viele (nicht unbedingt alle diagnostiziert, aber der Verdacht ist bei bestimmten Kindern recht groß), wobei ich aber keinen Überblick habe, ob die Menge der ADS-Kinder bei uns außergewöhnlich hoch oder noch normal ist. Da eine Klasse nur eine bestimmte Menge ADS-Kinder verträgt (unabhängig ob Waldorf oder nicht) - abhängig vom Lehrer, von den anderen Kindern und natürlich auch vom Grad der Ausprägung des ADS ist die Menge nicht in jeder Klasse gleich -, kann es natürlich auch passieren, dass ein ADS-Kind abgelehnt wird.

Liebe Grüße,
Claudia
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zugvogel
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« Antworten #4 am: Februar 25, 2007, 20:23:54 »

Hallo Claudia,

das ist natürlich verständlich, dass die Mischung in der Klasse stimmen muss.
Ich werde ja sehen, ob meine Kinder bei unserer Waldorfschule "reinpassen"

Meinst du denn nicht, dass die "andere" Pädagogik der Waldorfschulen (weniger Druck, klarer Rahmen,mehr musische, kreative Förderung) den ADS-Kindern besser bekommt, als die der Regelschule?

Liebe Grüße
Zugvogel
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Senseless
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« Antworten #5 am: August 08, 2007, 13:06:50 »

Hallo,
ich selbst war an einer Privatschule, zwar keine Waldorfschule, aber eine Schule wo man meistens auf sich alleine gestellt war und wo es selten Unterricht gab. Die Schule nannte sich Freie Schule. Dort in meiner Klasse war auch ein Junge mit ADS und ich denke die Schule war für ihn besser, als eine Regelschule. Also, das war was ich mitbekommen habe, aber weiß nicht wie die Eltern es gesehen haben. Nun ja, ich habe ja kein AD(H)S, aber andere psychische Erkrankungen und ich fand es mit den kleinen Gruppen sehr gut dort und man musste sich auch nicht so konzentrieren wie vllt. woanders. Das ist alles was ich so weiß, über "alternative" Schulen, weiß nicht ob es dir weiterhilft.
Lg
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Freiheit
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« Antworten #6 am: Juni 08, 2008, 13:39:57 »

Hallo Claudia,

meine mittlere geht nun das 3te Jahr auf eine Waldorf Förder und hat u.A. ADS ohne H.

meine jüngste haben wir nach einem halben Jahr staatlicher Grundschule auf die "normale" Waldorf umgeschult... sie ist dort super gücklich und kurz darauf bekamen wir die Diagnose ADS ohne H.

Meiner Meinung nach die richtige Entscheidung von uns ;o)

LG Freiheit
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habe ADS gemischt eher Träumer und zwei Töchter mit ADS und eine die sich nicht testen lassen will.
Alexandra
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« Antworten #7 am: August 20, 2008, 20:34:06 »

Hallo,

habe deinen Eintrag gerade erst gelesen und kann dir sagen wir haben mit der Waldorfschule die unsere Tochter, wird 8 Jahre und kommt im Sept. in die 2. Klasse) sehr gute Erfahrungen gemacht.
An der Grundschule war sie der Lehrerin oft zu langsam und soll auch sehr mit den Gedanken abwesend ggewesen sein und das trotz Ritalin. Als die Lehrerin eine Erhöhung der Dosis aufgrund dessen wollte, hatte ich genug. Ich stellte meine Tochter  in der Waldorfschule vor und wechselde zu dieser innerhalb von 2 Wochen.
Meine Tochter verbrachte noch die letzten 8 Wochen der 1. Klasse an der Waldorfschule. Es gab bei ihr keine Auffälligkeiten. Im Gegenteil. In den meisten Fächern überzeugte sie die Lehrer mit ihrem Eifer, nur im Rechnen war sie etwas langsam.
Auch im Zeignis wurde ihr Eifer und ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr schnelles mitkommen in den neuen Fächern wie Englisch oder Russisch gelobt.
Und das alles OHNE RITALIN.

Ich kann es nur empfehlen, meine Tochter ist glücklich an der Waldorfschule. Nur die momentanen 6-wöchigen Ferein machen ihr zu schaffen. Sie frägt täglich, wann wieder Schule ist. Ist das zu fassen.

Auch mein kleiner Sohn wird in einem Jahr die Waldorschule besuchen (auch ADHSler)

Ich hoffe Ihr könnt ebensogute Erfolge verbuchen.
LG Alexandra
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Alexandra*72:ADHS
Daniel*98: ADHS, überdurchschnittlich begabt, Primäre Enuresis diurna und noctura,
Denise*00: ADHS mit Störung des Sozialverhaltens, Verdacht Rechtschreibschwäche
András*03: Verdacht ADHS, entwicklungsverzögert
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